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Taucha Gewerbemesse im neuen Gewand
Region Taucha Gewerbemesse im neuen Gewand
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22:00 07.03.2010
Im Vergleich zum Vorjahr präsentiert sich die Tauchaer Gewerbemesse den Besuchern in der Mehrzweckhalle mit der neuen Anordnung der Stände offen, freundlich und ohne „tote Ecken“. Quelle: Dirk Knofe
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Taucha

Aussteller Thomas Rücker ließ sich’s gleich zur Eröffnung am Sonnabend gut gehen. „Wer verkaufen will, muss auch gut aussehen“, erzählte er, während ihm Susann Rapsch am Friseurstand noch einen schicken Haarschnitt verpasste. „Ich war im letzten Jahr schon zur Ausstellung hier. Es hat mir gut gefallen, das Publikum ist toll hier.“ 

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Taucha. Mehr Besucher, eine bessere Aufteilung der Halle und ein echter Hingucker im Rahmenprogram: Die Gewerbemesse Taucha ist gereift. Am Wochenende kamen knapp tausend Besucher zur zweiten Auflage der Schau rund um Handwerk, Handel und Dienstleistung in die Mehrzweckhalle.

 So schwärmerisch wie er waren nicht alle Aussteller. Einige klagten über zu wenige Besucher an ihrem Stand – dabei hatte Jens Mantke vom Handwerkerverein die Schau neu gestaltet. „Es ging darum, die toten Ecken des Vorjahres zu beseitigen, in die sich nicht so viele Besucher hinverirrten“, erklärte er.Der Umbau tat der Messe sichtlich gut. Offen, freundlich und dank der Wintersonne draußen auch hell innen präsentierten sich die 62 Aussteller an ihren Ständen. Das Spektrum der angebotenen Gewerke reichte von der Trockenlegung und dem Schimmelschutz über Treppe, Tür und Fenster bis zu Öfen, Dach und Ziegel. Manche hatten sich für ihre Stände einiges an Präsentation einfallen lassen, andere verteilten lediglich bunte Prospekte und warteten auf Kundschaft. Viele Gucker zog Chris Zimmermann an. Der junge Mann mit dem Handwerkernamen, von Beruf allerdings Tischler, raspelte und schliff bei seinem Meister Jens Mantke an einer Sonderanfertigung für ein Geländer.„Es sieht aus wie gedrechselt, ist es aber nicht“, sagte er amüsiert und erklärte Besuchern gern die Folge von Schnitten, die für die späteren Rundungen verantwortlich sind. Schräg gegenüber von seinem Stand ging es um ganz andere Rundungen. Da war ein Bodypainter im Einsatz, der fast nackte Models bemalte und auch schon mal eine Inschrift auf den Busen pinselte – ein echter Hingucker. Auch Dienstleister und Handelsvertreter waren stark vertreten. Stände des Internetvereins Taucha und der Stadt, die ihr überarbeitetes Internetportal vorstellte, das am 15. März online gehen soll, rundeten das Messeangebot ab.„Handwerk und Gewerbe zeigen, was sie können. Das ist gut für die Stadt“, hatte Stadträtin Antje Brumm (CDU) in Vertretung des Bürgermeister zur Eröffnung erklärt und sich vor allem über die vielen auswärtigen Besucher gefreut. Sie dankte dem Messe-Kleeblatt Ingo Körbis, Dirk Dahmer, Jens Mantke und Rocco Kleeberg für die Vorbereitung und angesichts des Schnees draußen für die Entscheidung, aus der Handwerkerschau eine Indoor-Messe zu machen. „Ich weiß, dass auch der Landkreis an dieser Form der Wirtschaftsförderung interessiert ist“, sagte Brumm.Der Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe (CDU) verwies auf die tragende Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft und auf verbesserte Abschreibemöglichkeiten sowie das Konjunkturpaket als Unterstützung des Staates. „Sagen Sie mir, wo der Schuh drückt“, forderte er die Aussteller vor dem traditionellen Rundgang zur Eröffnung auf. Der Landtagsabgeordnete Rolf Seidel (CDU) sagte mit Blick auf die derzeitige Diskussion um Parteispenden amüsiert: „Die Gespräche mit uns kosten im Übrigen nichts.“

Jörg ter Vehn

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