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Taucha Gewerbesteuern rückläufig - Bürgermeister bleiben gelassen
Region Taucha Gewerbesteuern rückläufig - Bürgermeister bleiben gelassen
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21:00 21.01.2010
Kreisgebiet

Gegenüber den ersten neun Monaten 2008 verzeichnet der Landkreis Nordsachsen bei den kommunalen Steuereinnahmen ein Minus von 26,8 Prozent, fast doppelt so viel wie Sachsens durchschnittlicher Rückgang. Bezogen auf die Pro-Kopf-Einnahmen liegen Wiedemar (324 Euro), Rackwitz (232 Euro) und Löbnitz (194 Euro) unter den hiesigen Städten und Gemeinden an der Spitze. Ende 2008 hieß der Spitzenreiter noch Schkeuditz (damals 710 Euro). Die Elsterstadt fiel zurück auf 169 Euro und verbuchte bis Ende September 2009 gegenüber dem 2008er Zeitraum 8,4 Millionen Euro weniger, macht beim Pro-Kopf-Wert minus 73,4 Prozent. Schkeuditz’ Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) analysiert unaufgeregt. „Dass wir der ,große Verlierer‘ sind, hat damit zu tun, dass wir von einem sehr hohen Niveau kommen. Wir haben einige stark exportorientierte Firmen, die die Wirtschaftskrise besonders hart trifft. Natürlich spielen auch Gewerbesteuer-Rückzahlungen eine Rolle, aber diese Schwankungen gibt es immer.“ Die gestern bekannt gewordenen Schkeuditzer Einnahmen inklusive des vierten Quartals (313 Euro Pro-Kopf) bestätigen die Tendenz, auch wenn es am Ende im Vergleich zu 2008 „nur“ noch rund 7,14 Millionen Euro weniger sind. Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) will die Mindereinnahmen ebenfalls nicht dramatisieren. Zwar wies das Landesamt bis zum Ende des dritten Quartals 2009 erst 1,46 Millionen Euro Gewerbesteuern aus (101 Euro pro Kopf). Zum Ende des Jahr seien es dann aber doch noch 2,19 Millionen Euro geworden (151 Euro pro Kopf), so Schirmbeck gestern. „Das ist in etwa das, was wir erwartet hatten“, sagte er. Zwar habe der Gewerbesteueransatz im Etat mit 3,3 Millionen Euro nochmal höher gelegen, aber der habe sich am sehr guten Jahr 2008 orientiert, als eine Reihe von Sonderereignissen die Gewerbeeinnahmen in die Höhe trieb. Insgesamt sei Taucha vergleichsweise sicher aufgestellt, „weil wir nicht von einem großen Steuerzahler abhängig sind, sondern viele kleinere Gewerbetreibende haben“, so Schirmbeck. Löbnitz schoss nach drei Quartalen 2009 mit 194 Euro Gewerbesteuer-Einnahme pro Einwohner auf den dritten Platz im Landkreis vor. Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) erklärt das Plus von 276,5 Prozent mit wirtschaftlichen Veränderungen bei einem Betrieb im Ort. Neben Löbnitz hat im Altkreis Delitzsch nur noch Eilenburg (plus 159,4 Prozent) eine bemerkenswerte Steigerungsrate. Delitzsch, mit 27000 Einwohnern größte nordsächsische Stadt, verzeichnete ein Plus in Höhe von knapp 25 Prozent, lag aber bei den Pro-Kopf-Einnahmen (103 Euro) klar unter dem Landkreis-Durchschnitt (139 Euro).

Olaf Barth/Jörg ter Vehn/Dominik Welters

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