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Taucha Gleisanlagen entstehen neu: Bahn will in diesem Jahr Baurecht beantragen
Region Taucha Gleisanlagen entstehen neu: Bahn will in diesem Jahr Baurecht beantragen
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09:00 06.01.2012
Die Tage der alten Schienen rund um den Bahnhof Taucha sind gezählt. Das gesamte Gleisfeld soll ab 2014 neu aufgebaut werden, anstelle des Überganges Portitzer Straße eine Unterführung entstehen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

 Im September hatten Vertreter der Bahn das Vorhaben, das im Zusammenhang mit netzergänzenden Maßnahmen zur Übergabe des City-Tunnels Leipzig steht,  bei einem Bürgerforum vorgestellt. Das Maßnahmepaket sieht unter anderem vor, die gesamten Gleise rund um den Bahnhof bis zum Übergang Gerichtsweg neu zu ordnen, neben zwei durchgehenden Hauptgleisen in Taucha auch einen Inselbahnsteig für die künftige S-Bahn mit leichten Umsteigebeziehungen zu bauen. Ferner soll ein mehr als ein Kilometer langes Gütergleis entstehen, auf dem Frachtzüge bis zu ihrer Einfahrt auf den Leipziger Güterring warten sollen.

Unter anderem wegen dieses Gleises will die Bahn den bisherigen Übergang Gerichtsweg schließen - trotz Protesten  der benachbarten Kleingartenvereine, die ein Veröden ihrer Anlagen befürchten, weil deren Nutzer überwiegend aus dem Gebiet südlich der Bahnlinie kommen und die künftig Umwege bei der Anreise in Kauf nehmen müssen

Denn anstelle des Überganges Gerichtsweg will die Bahn für Fußgänger und Radfahrer eine Unterquerung der Gleise an der Westseite des Bahnhofes bis ins Wohngebiet an der Schillerstraße vornehmen. Zudem wird der Überweg Portitzer Straße abgebaut, entsteht eine Unterführung, die am Abzweig Schillerstraße/Marktkauf wieder ans alte Straßennetz anschließt. Durch den Trog abgehangene Grundstücke in der Portitzer Straße sollen laut Bahn mit einer 3,50 Meter breiten Erschließungsstraße für Anlieger, aber auch für Versorgungsfahrzeuge wie die Müllabfuhr erreichbar bleiben. Geschätzte Baukosten: 20 Millionen Euro.

An den Plänen habe sich nichts Grundsätzliches geändert, so die Bahn gestern. In 2012 werde das Baurechtsverfahren eingeleitet, 2014 sei der Baubeginn geplant, zwei bis drei Jahre werde die Bauzeit betragen. Im Rahmen des Baurechtsverfahrens können Anlieger ihre Bedenken geltend machen.

Jörg ter Vehn

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