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Taucha Graffitikunst für das stille Örtchen
Region Taucha Graffitikunst für das stille Örtchen
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14:07 19.05.2015
Kathrin Gottschalk, Ilia van Treek und Barbara Stein (von links) präsentieren das neue Graffito. Quelle: Reinhard Rädler

Damit hat dieser Bereich nach dem Abriss der alten Imbiss-Bude weiter an Charme gewonnen. "Ooch, nur 'ne Landschaft", war van Treeks erste Reaktion auf den Vorschlag der Stadtverwaltung, die sich letztendlich statt griechischer Tempel oder einer Schweizer Almhütte für Tauchaer Ansichten entschieden hatte. Doch mittlerweile hat auch er sich mit der Gestaltung angefreundet.

"Die Fahrgäste von Straßenbahn und Bus nehmen jetzt ein schönes Bild von Taucha mit nach Hause", freute sich Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein. "Und mit dem Motiv des Entenhäuschens im kleinen Schöppenteich haben wir auch bewusst den Ehrenamtlern, die sich um die Sauberkeit des Areals gekümmert haben, ein kleines Denkmal gesetzt", unterstrich sie nachdrücklich diese Motivauswahl. "Mit dem neu errichteten Fahrradabstellplatz und dem neugestalteten Toilettenhäuschen hat der Bereich an der Endstelle nun eine ansprechende Gestaltung bekommen", freute sich auch Bau-Sachbearbeiterin Kathrin Gottschalk. Die Stadt stellte dafür rund eintausend Euro zur Verfügung. Nach der Mobilitätszentrale mit Infopunkt am Busbahnhof war dies van Treeks zweiter Auftrag in Taucha, aber nicht der letzte. "Im November werde ich am Ärztehaus in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße ein großes Motiv am Fahrstuhl-Anbau in Angriff nehmen", informierter der 24-Jährige.

Dass eine öffentliche Toilette durchaus auch für Aufruhr in einer Kleinstadt sorgen kann, daran werden sich Kenner der Novelle beziehungsweise des Films "Clochemerle" sicher noch schmunzelnd erinnern. Dort erhitzte die Errichtung eines Pissoirs gegenüber der Kirche die Gemüter in einer fiktiven französischen Kleinstadt. In Taucha dürfte der Anblick der neugestalteten Außenfassade des stillen Örtchens an der Endstelle wohl eher zur Beruhigung der Fahrgäste und Spaziergänger beitragen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.10.2014
Reinhard Rädler

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