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„Grashüpfer“ stürmen neue Kita in Taucha

Städtischer Neubau „Grashüpfer“ stürmen neue Kita in Taucha

Taucha ist um eine Kita reicher: Am Sonnabend übergab Bürgermeister Tobias Meier (FDP) den symbolischen Schlüssel für die neu entstandene Kindertagesstätte „Grashüpfer“ an die zukünftige Leiterin Ines Vesser. Es ist die neunte Kindertagesstätte in der Parthestadt.

Bürgermeister Tobias Meier übergibt den symbolischen Schlüssel an die Einrichtungsleiterin Ines Vesser.

Quelle: Rädler

Taucha. Auf der Brachfläche, die jahrzehntelang an der Tauchaer Friedrich-Ebert-Straße ihr Dasein fristete, zieht nun wieder Leben ein: Bei einem Tag der offenen Tür übergab Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) am Samstag den symbolischen Schlüssel für die hier neu entstandene Kindertagesstätte „Grashüpfer“ an die zukünftige Leiterin Ines Vesser. „Taucha wächst und gedeiht und entwickelt sich immer mehr zu einer familienfreundlichen Stadt“, sagte das Stadtoberhaupt in seiner Rede zur Eröffnung der nunmehr neunten Kindertagesstätte in der Parthestadt. Unter den vielen Gästen konnte Meier auch seinen Vorgänger, Holger Schirmbeck, begrüßen, der zum Ende seiner Amtszeit das Projekt noch mit auf den Weg gebracht hatte.

In Taucha, das übrigens seit August 2015 mittlerweile über 15 000 Einwohner zählt, wurden bisher insgesamt 1042 Betreuungsplätze angeboten. Davon im Krippenbereich 204, im Kindergarten 413 und im Hort 425. Dabei werden drei Einrichtungen von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband  Leipziger Land, vier von der Volkssolidarität und eine von der Diakonie betrieben. Hinzu kommen fünf Tagesmütter sowie zwei Horte unter der Trägerschaft der Volkssolidarität. Mit der neuen Kita kommen 50 Krippenplätze und 60 Kindergartenplätze dazu. Das bedeutet insgesamt 1152 Betreuungsplätze in Taucha.

Junge Familien ziehen nach Taucha

Auf den anhaltend starken Zustrom vor allem junger Familien nach Taucha musste die Stadt reagieren und so beschloss der Stadtrat im März 2015 einen Haushaltsvorgriff für den Neubau einer Kita. Nicht zuletzt deshalb kam der so kurzfristig, damit der Stichtag 1. April für den Landeszuschuss des Freistaates für die Kindertagesbetreuung eingehalten werden kann. Dann ging es aber Schlag auf Schlag: Bauantrag im Juni 2015, Grundsteinlegung im August, acht Wochen später war Richtfest, Ende Dezember konnte der Innenausbau beginnen.

Am 29. Februar erfolgte die Bauabnahme und am 2. März rollten die Möbelwagen. Das Landesjugendamt erteilte letztendlich am 11. März die Betriebserlaubnis. „Dass wir den sehr sportlichen Zeitrahmen einhalten konnten, verdanken wir dem perfekten Zusammenspiel aller beteiligten Gremien, Firmen, Ämter und Institutionen. Termintreue hatte oberste Priorität und die erreichte Punktlandung zollt meinen Respekt“, zeigte sich der Bürgermeister anerkennend.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf etwa 2,6 Millionen Euro. Etwa 1,5 Millionen Euro kommen davon aus Fördermitteln und Zuschüssen. Die Summe liegt zwar fünf Prozent über den Planungen, beinhaltet aber schon Zusatzleistungen, die der Sicherheit der Kinder dienen. So war ein etwa der sechzig Meter langer Fußweg eigentlich erst im Herbst geplant. Ende April werden die Spielgeräte für den Außenbereich eingebaut. Bis zum 15. Juni sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

AWO ist Träger der neuen Kita

Unter den Besuchern am Samstagvormittag waren viele Eltern und Großeltern, die die neuen, hellen und freundlich ausgestalteten Räume besichtigen wollten. Franka Howorka aus Seegeritz freut sich schon auf Montag, wenn sie Söhnchen Samuel das erste Mal hier in die Betreuung geben kann. Die Tauchaer Ivonne und Marco Schilde wollten noch mal alles in Ruhe inspizieren, bevor im Juni ihre Tochter Elisa ein „Grashüpfer“ wird. Nadja Albus aus Taucha hatte es in fünf Einrichtungen versucht und freut sich nun, dass sie für ihre Tochter Johanna ab Mai hier einen Platz gefunden hat.

Für die AWO, dem Träger der neuen Kita, ist es die 21. Einrichtung, die sie in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen betreibt. „Ein kompletter Neubau war bisher nicht dabei“, sagte Geschäftsführerin Heike Buchheim. Einrichtungsleiterin Ines Vesser ist seit Februar im Objekt, hat vorher schon Erfahrungen als Leiterin und als Fachberaterin gesammelt. Trotzdem fiebert sie dem heutigen Montag entgegen, wenn sie die ersten 40 Kinder empfangen kann. Acht Erzieher werden ihr am Anfang zur Seite stehen. Wenn alle 110 Plätze ausgelastet sind, werden es 14 sein. Darunter wird es auch einen männlichen Kollegen geben. „So ruhig, wie in den letzten Wochen, wird es nun hier nie wieder sein“, weiß sie aus Erfahrung und freut sich wohl gerade deshalb auf den Kita-Alltag.

Von Reinhard Rädler

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