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Taucha Guido und das Buch für 19,90
Region Taucha Guido und das Buch für 19,90
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10:00 22.09.2011
Redetalente unter sich: Roman Knoblauch löchert Guido Schäfer (rechts). Quelle: Reinhard Rädler
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Taucha

Dass der Reporter beim Schreiben eine flotte Feder führt, war den Gästen im voll besetzten Café Esprit wohlbekannt. Dass er aber auch mit dem Mundwerk vornedran ist, stellte er im Gespräch mit Moderator Roman Knoblauch mehrfach unter Beweis, wenn sich beide die Bälle verbal zuspielten. Am Mikrofon auf dem Podium merkte man es: Der Schäfer hat’s einfach drauf.

Mittlerweile ist der Blondschopf mit der wallenden Mähne 47 Jahre alt. Einst kickte er als Fußballprofi beim FSV Mainz 05. Nach dem Aufstieg in die zweite Liga schoss der Mittelfeldspieler dort acht Tore in 177 Spielen. Am 6. Juni 1993 spielte er erstmals in Leipzig gegen den VfB, verlor 0:2, bekam die gelbe Karte und wurde in der 71. Minute ausgewechselt. Das beeindruckte ihn weniger als das fürstliche Logieren im Hotel Astoria. „Bei den 45 Gelben und acht Roten Karten in meiner Laufbahn war keine wegen Meckern dabei“, wunderte er sich selbst. Wegen Hüftproblemen musste Schäfer schweren Herzens seine aktive Fußballer-Laufbahn beenden, wechselte die Seiten. Vom Rasen an den Schreibtisch. Erst in Mainz, dann in Leipzig.

Im Jahr 2000 bewarb er sich bei der LVZ. „Wenn ich an mein Bewerbungsgespräch mit Hartwig Hochstein denke, ich hatte Null Ahnung von Leipzig, ich hätte mich nicht genommen“, rekapitulierte er. Der damalige Chefredakteur hob den Daumen, Schäfer konnte an der Pleiße durchstarten und hat die Stadt liebgewonnen. Allerdings kann der Fußballkenner nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er an das engstirnige Vereinsgehabe von VfB/Lok und Chemie/Sachsen denkt. Deshalb sieht er das Rasenball-Sport-Projekt „Bundesligaaufstieg“ als einzige Chance. „Es muss um Fußball gehen und zwar um den Leipziger und nicht um den eines Vereins“, urteilte der Fachmann.

Alle zwei Wochen schreibt Schäfer auch über das Pflaster, auf dem er sich mindestens genauso gut bewegt, wie im Sport: den Boulevard. Diese Kolumnen favorisieren Eleonore und Franz-Josef Benders aus Liemehna, als auch der Tauchaer Werner Lindner.

Zukunftsmusik ist dagegen sein Buchprojekt. „200 Seiten soll es haben und 19,90 kosten – soviel weiß ich schon“, sagte er lachend. Spätestens seit der Blauen Stunde weiß man aber auch: Er hätte darin mit Sicherheit genug zu erzählen.

Reinhard Rädler

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