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Gymnasiast korrigiert Uni-Bücherei in Kansas

Gymnasiast korrigiert Uni-Bücherei in Kansas

Wer ist oder wer war der am 20. März 1763 in Taucha geborene Christian Friedrich Goldbach? Im Internet erhält man zu diesem Namen als erstes einen Hinweis auf einen 1690 in Königsberg geborenen Mathematiker.

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Holger Schirmbeck, Jonny Merkel und Günter Wolf (von links) blättern im Faksimile des zuerst 1799 erschienenen Himmelsatlasses.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Erst mit dem Such-Zusatz "Astronom" wird man bei dem in der Parthestadt Geborenen fündig. Dessen Verdienst war es, die Sternbilder als solche und sie in einer weiteren Abbildung mit den dazugehörigen Koordinaten in einem 1799 erschienenen Atlas bildlich darzustellen. Im neuen Tauchaer Wohngebiet "Parkblick" an der Wurzner Straße gibt es zur Erinnerung an seine Leistung eine Christian-Goldbach-Straße.

Mit den Irrwegen beim Surfen im Internet könnte aber nun Schluss sein, denn der Tauchaer Gymnasiast Jonny Merkel hat sich in seiner Facharbeit mit dem Leben und Wirken des Tauchaer Sternenforschers befasst und am Montag seine Arbeit mit einem bemerkenswerten Ergebnis präsentiert: Nachdem der Elftklässler den Lebensweg des Astronomen recherchiert hatte, war er im Internet auf eine Veröffentlichung eines Faksimiles des als "schwarzen Atlas" bekannten und 1799 erschienenen Himmelsatlasses von der "Linda Hall Library of Science" in der Universität in Kansas City gestoßen. Hier war ihm aufgefallen, dass zwar der Autor richtig genannt wurde, in dessen Lebenslauf aber die Fakten zur Person des Tauchaer Mathematikers Goldbach aufgeführt waren. Das konnte und wollte der Schüler nicht so stehen lassen. Er formulierte einen Brief an die Universitätsbibliothek mit der Richtigstellung. Von seiner Mitschülerin Romy Berger vom Leistungskurs Englisch wurde der Brief übersetzt. Nach vier Wochen kam tatsächlich ein Antwortschreiben, in dem sich der Bibliothekar der Uni in Kansas für die Korrektur bedankt.

Voll Stolz verriet der 17-Jährige, dass seine Facharbeit mit 15 Punkten, also mit Note "eins", bewertet wurde. Seit Dezember hatte er recherchiert und in regelmäßigen Konsultationen mit Stadthistoriker Detlef Porzig und dem ehemalige Leiter der Schkeuditzer Sternwarte, Günter Wolf, die Fakten zusammengetragen.

"Es ist anerkennenswert, dass sich ein Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit der Biografie einer Tauchaer Persönlichkeit befasst und damit dessen Leistung in unser Bewusstsein rückt. Das kann gerne fortgesetzt werden", sagte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD), der wie der einstige Tauchaer Astronomie-Lehrer Günter Wolf, die Präsentation verfolgt hatte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2014
Reinhard Rädler

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