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Taucha Haus 1-Sanierung am Tauchaer Rittergutsschloss wird teurer
Region Taucha Haus 1-Sanierung am Tauchaer Rittergutsschloss wird teurer
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17:52 28.01.2018
Gleich neben dem Eingangstor steht das Haus 1 im Gebäudeensemble des Rittergutsschlosses Taucha. Das Baugerüst steht noch immer, da der Giebel noch verputzt werden muss. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Seit Monaten schon steht am Haus  1 des Tauchaer Gebäude-Komplexes „Rittergutsschloss“ im Haugwitzwinkel ein Baugerüst. Die Planungen für eine „rohbaumäßige Instandsetzung“ hatten 2016 begonnen und waren 2017 weitestgehend realisiert worden. In diesem Jahr nun sollen die damit verbundenen Arbeiten abgeschlossen werden. Doch bei dem Vorhaben entstanden Mehrkosten in Höhe von 35 000 Euro. Dank eines Stadtratsbeschlusses können diese nun unter „überplanmäßige Ausgaben“ verbucht und gezahlt werden.

Entstanden seien die Mehrkosten durch unvorhersehbare Schwierigkeiten, heißt es in der Beschlussvorlage zur Begründung. Diese Schwierigkeiten hätten zu einer erheblichen Verzögerung der Bauzeit geführt. So hätten Setzungsrisse an einer Hausecke und am angrenzenden Torbogen ein zusätzliches Baugrundgutachten sowie geänderte Ausführungen erforderlich gemacht. Das wiederum habe eine neuerliche Abstimmung mit der für Denkmalschutz zuständigen Behörde nach sich gezogen, woraus Mehraufwendungen entstanden.

Außenputz am Giebel fehlt noch

Zu Verzögerungen bei dem Bau habe außerdem die gute Auftragssituation der Firmen beigetragen. Es sei immer wieder zu Bauunterbrechungen gekommen, da neue Zeitfenster gefunden und koordiniert werden mussten. Auch habe wetterbedingt der Außenputz am Giebel nicht mehr aufgebracht werden können, teilte die Stadtverwaltung mit. Ursprünglich waren Kosten in Höhe von 117 000 Euro für die Instandsetzung vorgesehen. Die sich nach den vorliegenden Schlussrechnungen und Aufträgen ergebenden Mehrkosten sollen nun aus Mitteln finanziert werden, die bei den Baumaßnahmen für die Entwässerung der Oberschule nicht verbraucht wurden. Der Stadtrat folgte der Beschlussvorlage der Verwaltung und gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für diese überplanmäßige Ausgabe.

Weitere Häuser sind bis 2020 dran

Ein Schild am Haus 1 kündet von dessen Ersterrichtung im Jahr 1542. Nach 1760 war es das sogenannte Käsehaus und fungierte auch als Stube für die Pferdeknechte. Unabhängig von den Arbeiten an Haus 1 soll in diesem Jahr auch mit den geplanten Arbeiten an den Häusern 2 bis 7 begonnen werden. Hier sollen bis zum Jahr 2020, dem 800. Geburtstag des Rittergutsschlosses, im Rahmen des sächsischen Investitionskraftstärkungsgesetzes 1,45 Millionen Euro investiert werden. Gefördert wird das Vorhaben mit 881 091 Euro. Es ist geplant, mit dem Geld in den Häusern ein barrierefreies Meldeamt und ein Bürgerbüro unterzubringen. Außerdem sollen künftig in dem Komplex optimale Bedingungen für das dann dorthin ziehende Stadtmuseum geschaffen werden sowie Räume für eine Galerie, Wechsel- und Dauerausstellungen des Museums und für Veranstaltungen entstehen.

Von Olaf Barth

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