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Taucha Haus am Kirchplatz wird abgerissen
Region Taucha Haus am Kirchplatz wird abgerissen
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08:58 11.07.2017
Bevor die Abrissbagger anrollen, wird das Gebäude entkernt. Der Container ist bereits mit Fenstern und Türen gefüllt. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Da das Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium in gleichnamiger Straße aus allen Nähten platzt, soll nun das ebenfalls voll ausgelastete Haus II am Kirchplatz erweitert werden. Darauf hatten sich der Landkreis Nordsachsen als Schulträger sowie die Stadt Taucha als Besitzer der Immobilien geeinigt. Allerdings muss dafür ein Altbau Platz machen. In dieser Woche begannen die Arbeiten für den Abriss.

Der Altbau gegenüber der Nordseite der St. Moritz Kirche ist „eingeklemmt“ einerseits zwischen dem Verwaltungsgebäude der städtischen Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH (IBV) und andererseits einem bereits als Gymnasium-Außenstelle genutzten Gebäude. In dem Abriss-Haus Kirchplatz 4 b waren noch vor nicht allzu langer Zeit die Außenstelle der Volkshochschule Nordsachsen sowie die Tauchaer Kleiderkammer untergebracht. Für beide Einrichtungen wurden neue Standorte gefunden (die LVZ berichtete).

Doch die Geschichte des Gebäudes reicht viel weiter zurück. Davon kündet ein gelbes Schild des nicht mehr existierenden Stadtmarketing Clubs. So soll das Haus 1840 gebaut worden sein, genau an jenem Standort, an dem ursprünglich eine 1529 errichtete Knabenschule stand. Die Flügelanbauten seien 1875 und 1889 erfolgt. Zum Leidwesen der jetzigen Bauherren, Planer und Ingenieure steht auf dem Touristik-Schild natürlich nicht, wie genau die Wände der einzelnen Gebäude miteinander verbunden sind. Wenn die derzeit laufende Entkernung beendet ist, sollen voraussichtlich am 17. Juli die Abrissbagger anrollen, die dann wohl mit größter Vorsicht vorgehen müssen. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Abrissarbeiten beendet sein.

Bürgermeister Tobias Meier (FDP) versicherte, dass das alte Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Bei der Gestaltung des Neubaus solle auf jeden Fall die stadtbildprägende Lage berücksichtigt werden. Insgesamt werde die Errichtung des Erweiterungsbaus für das Tauchaer Gymnasium 2,5 Millionen Euro kosten. Für das Projekt gebe es im Rahmen des Programms „Brücken in die Zukunft“ eine 75-prozentige Förderung. In den Rest der Summe teilen sich der Landkreis Nordsachsen und die Stadt Taucha rein. Am Ende werden dem Gymnasium in dem Neubau sechs weitere Klassenräume für die Oberstufe ab Klasse 10 sowie einige Nebenräume zur Verfügung stehen.

Von Olaf Barth

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