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Haushaltsentwurf für 2017: Taucha plant mit 24 Millionen Euro

Ab Montag im Rathaus ausgelegt Haushaltsentwurf für 2017: Taucha plant mit 24 Millionen Euro

Die Planungen für das Haushaltsjahr 2017 sind in Taucha abgeschlossen. Jetzt soll das Zahlenwerk öffentlich ausgelegt und danach vom Stadtrat beschlossen werden. Der LVZ stellte nach einem Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter Marcus Rietig aus dem Fachbereich Finanzen einige der Eckpunkte des diesjährigen Haushaltes vor.

Die Theodor-Körner-Straße führt bereits zu einer Ampelkreuzung, über die aus der Zwick’schen Siedlung kommend die B 87 zu erreichen ist. Nun soll die Straße ausgebaut werden.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Die Planungen für das Haushaltsjahr 2017 sind in Taucha abgeschlossen. Jetzt soll das Zahlenwerk öffentlich ausgelegt und danach vom Stadtrat beschlossen werden. Der LVZ stellte nach einem Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter Marcus Rietig aus dem Fachbereich Finanzen einige der Eckpunkte des diesjährigen Haushaltes vor.

Nach der Hiobsbotschaft aus Sachsens Finanzministerium über weniger Schlüsselzuweisungen und höhere Ausgaben für die Kreisumlage gaben Bürgermeister Tobias Meier (FDP) und Marcus Rietig nun Entwarnung. Das 550.000 Euro große Loch ist gestopft. „Der Haushalt ist wieder geschlossen. Alle Fachbereiche haben mit dafür gesorgt, dass wir wieder bei einem Plus von rund 56 000 Euro angekommen sind, so wie vor der Mitteilung aus Dresden. Die Stadträte sind informiert und haben der Offenlegung des Haushaltplanes zugestimmt“, zeigte sich Meier erleichtert. Die Genehmigungsfähigkeit des Haushaltsplanes sei damit gegeben. Erreicht worden sei dies unter anderem damit, dass vorgesehene Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden verschoben wurden. Als ein Beispiel nannte Meier die Sanitäranlagen in der Mehrzweckhalle, die nach zwei Jahrzehnten nun noch ein weiteres Jahr ihren Dienst versehen müssen.

Negativ auf die Finanzlage der Stadt wirkt sich auf jeden Fall das misslungene, am Stadtrat und Bürgermeister vorbei arrangierte Anlagengeschäft der ehemaligen Kämmerei-Spitze aus. „Wir mussten die 2 085 200 Euro ausbuchen. Das reduziert unsere liquiden Mittel für die Zukunft, und dieses Geld fehlt uns für Investitionen“, erklärte Rietig. Zum Jahresende verfügte Taucha noch über liquide Mittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro. „Wir können auch in den kommenden Jahren alle Pflichtaufgaben der Stadt jederzeit erfüllen“, sagte der verantwortliche Haushaltsplaner.

Das diesjährige Finanzvolumen der Stadt bewegt sich im Ergebnishaushalt bei rund 21 Millionen Euro und im Finanzhaushalt, aus dem auch die Investitionen bezahlt werden, bei rund 24 Millionen Euro. Im Vergleich zu vorangegangenen Jahren sind damit sowohl die Ausgaben (Aufwendungen) als auch die Einnahmen (Erträge) gestiegen. Meier, der gerade erst am Silvesterabend den schon bald erwarteten 16 000. Einwohner angekündigt hatte, begründete die steigenden Zahlen eben auch mit dem anhaltenden Zuzug und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. „Sowohl im Einwohnermeldeamt als auch im Fachbereich Bauwesen herrscht wegen Neuanmeldungen und Bauanträgen reger Betrieb“, so Meier. Allerdings stelle diese positive Entwicklung, inklusive der neu entstehenden oder sanierten Wohngebiete, eine Herausforderung für die Infrastruktur dar. Sowohl was den Verkehr als auch Freizeitmöglichkeiten und die Bildungs- sowie Kindergartenlandschaft betreffe.

Unter dem Stichwort Investitionen plant die Stadt allein für die kreditähnlichen Rechtsgeschäfte zur Finanzierung von Mehrzweckhalle und Grundschule „Am Park“ 700 000 Euro ein. Und für das Parthebad müssen wieder 250 000 Euro Investitionszuschuss, sowie rund 80 000 Euro Betriebskostenzuschuss geleistet werden. Wie bereits 2016 werden auch in diesem Jahr für die Trockenlegung der Oberschule 255 000 Euro eingeplant.

Mit rund 300 000 Euro, inklusive eines Haushaltsrestes aus dem Vorjahr, schlägt die Lösung des Überschwemmungspro-blems in der Kriekauer-/Sommerfelder Straße zu Buche. Hier sind auch die Leipziger Wasserwerke mit weiteren 100 000 Euro im Boot. Im Mai oder Juni soll Baustart sein. Mehr als 700 000 Euro gibt Taucha dieses und nächstes Jahr für den grundhaften Ausbau der Theodor-Körner-Straße aus. Sie wird für das künftige Verkehrskonzept in dem Bereich eine wichtige Rolle spielen und über die bereits gebaute Ampelkreuzung einen Teil des Verkehrs von und zur B 87 aufnehmen.

Für die Erschließung der Siedlung Merkwitz „An der Mühle“ werden dieses Jahr 1,1 Millionen Euro eingeplant. Im Vergleich dazu nimmt sich die Summe zur Unterstützung des Landkreises beim Breitbandprojekt für schnelles Internet in Merkwitz, Pönitz und Sehlis gering aus: 35 000 Euro stehen dafür im Haushalt. Über fünf Millionen Euro muss Taucha für das Trogprojekt der Deutschen Bahn in der Portitzer Straße berappen. Dieses Jahr soll es damit losgehen. Taucha ist wegen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes bei der Finanzierung zu einem Drittel mit im Boot. Voraussichtlich 90 Prozent der Ausgaben kommen als Förderung zurück ins Stadtsäckel, aber: „Da wir in Vorleistung gehen müssen, müssen wir uns dafür kurzfristig verschulden und einen Kredit aufnehmen“, so Rietig.

Zur Vermeidung künftiger Unfälle soll auf Wunsch der LVB am Straßenbahngleis/Einmündung Südstraße dieses Jahr eine Bedarfsampel errichtet werden. Dafür stehen 55 000 Euro im Haushalt. Als eine der größten Herausforderungen bezeichnet Meier den Instandhaltungsstau an städtischen Objekten sowie an Straßen und Fußwegen. Für Investitionen in diesen Bereichen werden 1,4 Millionen Euro eingeplant.

Von Olaf Barth

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Taucha in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Nordsachsen

Fläche: 33,23 km²

Einwohner: 15.128 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 455 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04425

Ortsvorwahlen: 034298

Stadtverwaltung: Schlossstraße 13, 04425 Taucha

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