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Herrenloses Auto wird nun verwertet

Herrenloses Auto wird nun verwertet

Zurzeit "verschwinden" ja eher Autos, als dass eines zu viel herumstehen würde. Anders in der Tauchaer Marktstraße. Dort steht er und steht und steht - ein BMW ohne Nummernschilder und mit inzwischen kaputten Seitenspiegeln.

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Bereits seit Juli vorigen Jahres ist dieser in der Tauchaer Marktstraße stehende, herrenlose BMW ein Thema in der Stadtverwaltung.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Sonst scheint er äußerlich einigermaßen intakt. Es gab schon schlimmere Wracks an Straßenrändern. Der BMW ist abgeschlossen, hinter dem Fahrersitz liegen verbogene polizeiliche Kennzeichen. Viele Tauchaer schütteln angesichts dieses monatelang dort stehenden und offensichtlich herrenlosen Autos nur noch den Kopf und fragen sich, wie lange das noch so weitergehen soll. Denn die Parkplätze hier sind knapp.

"Erstmals aufgefallen war das Fahrzeug im Juli. Wir hatten bei der Polizei überprüfen lassen, ob es zur Fahndung ausgeschrieben ist, das war nicht der Fall", sagte gestern auf LVZ-Anfrage Albrecht Walther. Er leitet im Tauchaer Rathaus den Fachbereich Ordnung und Soziales. Für die Polizei sei danach die Sache erledigt gewesen, von deren Seite hätte es keine weiteren Maßnahmen gegeben. Die Stadtverwaltung konnte auf Grund des auf der grünen Plakette zu erkennenden Kennzeichens den letzten Halter ausfindig machen. Eine Firma in Grimma habe mitgeteilt, das Fahrzeug sei nur aus Versicherungsgründen auf sie zugelassen und später verkauft worden. "Es war in den Besitz eines Rumänen übergegangen", sagte Walther. Kontakte zu ihm gibt es nicht.

Vielmehr wurde im August das zurückgelassene Fahrzeug dem Landratsamt gemeldet. Das hatte sich den BMW angeschaut und veranlasst, einen Hinweiszettel an die Windschutzscheibe zu heften. Mit dem orangefarbenen Blatt wurde der Besitzer aufgefordert, den Wagen bis Ende September aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen. Die Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde informierte dann schriftlich die Stadtverwaltung, dass der Termin nicht eingehalten wurde und sich nun die Stadt darum kümmern muss. "Der BMW ist ja kein Abfall, sondern muss als aufgegebenes Eigentum behandelt werden. Das ist diffizil. Handeln wir, kommt dann doch der Eigentümer und erhebt für sein ach so wertvolles Gefährt Ansprüche", schildert Walther das Problem. Gefahr für die Öffentlichkeit gehe von dem BMW ja nicht aus.

"Aber auch wir wollen das Drama nun beenden und werden den Tüv mit einem Kurzgutachten beauftragen. Heißt das Ergebnis wirtschaftlicher Totalschaden, werden wir den BMW von einer zertifizierten Autoverwerter-Firma abschleppen und verwerten lassen. In zwei bis drei Wochen soll das erledigt sein", kündigte Walther an. Bis zu 100 Euro für das Gutachten und bis zu 150 Euro für das Abschleppen müssten dann aus der Stadtkasse und somit vom Steuerzahler bezahlt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2014
Olaf Barth

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