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"Heute sind wir wer" - Icefighters-Trainer Manfred Wolf lobt in Gesprächsrunde das Umfeld in Taucha

"Heute sind wir wer" - Icefighters-Trainer Manfred Wolf lobt in Gesprächsrunde das Umfeld in Taucha

In der Gesprächsrunde "Tauchaer Blaue Stunde" ging es am Dienstagabend sportlich zu, denn alles drehte sich um den Leipziger Eishockey-Verein, der in Taucha seinen neue Spielstätte fand.

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Tobias Meier, Manfred Wolf und André Krüll (von links) treffen sich zu Tauchas Blauer Stunde in der Parthestadt.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Tobias Meier, Moderator und seit kurzem Pressesprecher der Icefighters Leipzig, plauderte locker mit Geschäftsführer André Krüll und Trainer Manfred "Mannix" Wolf über die 365 Tage in der Dicolor Eisarena und die bevorstehende Spielsaison 2013/14 in der Oberliga Ost.

"So, wie sich hier in Taucha das ganze Umfeld, von den Funktionären bis zu den Fans einbringt, das habe ich als Spieler und auch als Trainer noch nirgendwo in Deutschland erlebt. Da helfen die Fans beim Tribünenaufbau oder schreiben sogar Hymnen", schwärmt Wolf. Er muss wissen, wovon er redet, denn er ist seit 1978 in Deutschland mit dem Eishockey verbunden. Der Deutsch-Kanadier war bis zur Saison 1997/98 selbst aktiver Spieler, wurde Deutscher Meister und nahm als Stürmer in der deutschen Nationalmannschaft an zwei Olympischen Spielen und fünf Weltmeisterschaften teil. "Der Vorname Manfred ist in Kanada nicht so geläufig, so dass ich aus der US-amerikanischen Krimiserie ,Mannix' schnell den Namen des Serienhelden bekam", erklärt der in Toronto Geborene seinen Zweitnamen.

Gemeinsam mit Falk Hanewald führt André Krüll die Geschäfte der Icefighters. "Wir waren erst kleine Sponsoren des Clubs, haben etwas blauäugig ,Ja' gesagt, als man uns die Geschäftsführung anbot und nun haben wir meist stressige Tage, denn wir haben ja beide noch eine Malerfirma, die uns auch fordert. Während in den meisten Clubs kommunale oder kommerzielle Betreiber die ganze Logistik rund um den Spielbetrieb organisieren, stemmen wir alles selbst", so der 43-jährige Tauchaer. Und das ist nicht wenig, denn mit dem Training, den Spielen, der Nachwuchsarbeit im Eishockey und dem Eiskunstlaufen sowie dem Publikum-Eislauf ist die Halle zu 90 Prozent ausgelastet. 70 000 Besucher, davon 40 000 zum öffentlichen Eislaufen, kamen im letzten Jahr ins Tauchaer Eiszelt. "Weil das nach außen hin alles so gut funktioniert, hatten wir schon etliche Fachbesucher, die sich über den Betrieb eines Eiszeltes informiert haben", klang es mit ein wenig Stolz bei André Krüll. "Natürlich macht ein fester Bau vieles einfacher, wir arbeiten auch an einem Konzept, Konkretes ist aber noch nicht in Sicht."

Wie schön und stimmungsvoll Eishockey sein kann, zeigte sich beim Spiel zur Saisoneröffnung gegen den holländischen Meister Tilburg Trappers. Vor rekordverdächtiger Kulisse stürmte auch der kanadische Neuzugang Edward Gale zum 3:1 Sieg. "War er erschrocken, als er das Eiszelt sah? Er ist doch sicher anderes gewohnt", fragte der Moderator. "Im Zeitalter des Internets und der E-Mails ist das heutzutage kein Problem", so der Trainer. "Mit ihm und den anderen neuen Spielen sind wir gut aufgestellt, haben nur auf der Torwartposition ein Defizit", schätzt Wolf ein und fügt stolz hinzu: "Wir sind besser geworden, weil wir uns gut vorbereiten können und das Umfeld stimmt. Früher haben die traditionellen Clubs auf uns herabgeschaut, heute sind wir wer". Mit dem Satz: "Ein Kanadier spielt nicht, um Zweiter zu werden", machte der Coach zudem seinen Anspruch deutlich.

 

 

Das Gespräch ist am 3. Oktober, ab 18 Uhr, im Leipzig TV zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2013

Reinhard Rädler

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