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Taucha Hobby zum Beruf gemacht und Hundezentrum eröffnet
Region Taucha Hobby zum Beruf gemacht und Hundezentrum eröffnet
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10:00 07.07.2011
Hobby zum Beruf gemacht: Hundekenner Dirk Keller (rechts) mit Helfer Dirk Merseburger auf der weitläufigen Anlage an der Graßdorfer Straße. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

In Taucha sei er bekannt wie ein bunter Hund, muss Dirk Keller selber schmunzeln. Was Wunder: Er gründete im Februar 2002 den Hundesportverein mit, begleitete wohl die meisten Tauchaer Vierbeiner auf ihrem Weg von der Welpenschule zum ausgewachsenen Hund. Was trotz Tausender Stunden für Hund und Herrchen bislang nur intensiv gelebtes Hobby war, ist seit der Übergabe seiner Autovermietung vor zwei Jahren immer mehr berufliche Perspektive geworden. „Seitdem habe ich das hier vorbereitet und das Projekt entwickelt“, erzählt er und zeigt auf das Gelände an der Graßdorfer Straße.

Insgesamt rund zwei Hektar stehen den Tieren dort zur Verfügung. „Wir haben Felsen, Baumstämme, in den nächsten Tagen kommen noch drei Meter hohe Wurzeln hinzu, die wir aufrecht hinstellen wollen“, erzählt er. Der Sandkasten enthalte 110 Tonnen Spielsand, „alles zusammen soll ein bisschen eine Urlandschaft formen, in der die Tiere artgerecht gehalten werden können“, erläutert Keller. Sicherheit geht trotzdem vor: Die Zäune seien zum Beispiel doppelläufig ausgelegt mit zehn Zentimeter Abstand dazwischen – „für den Fall, wenn sich zwei mal gar nicht verstehen“, sagt er.

Hundetrainerin Heike Hörl. Quelle: Jörg ter Vehn

Seit Mai seien Tagesstätte, Hundepension, Hundeschule und Hundesportschule offiziell eröffnet, seitdem kämen täglich zwei bis drei Hundebesitzer samt Tieren zur Besichtigung vorbei, berichtet er. Das Kennenlernen sei ihm wichtig, so Keller: „Wir nehmen kein Tier an, das vorher nicht bei uns war.“ In dem Gespräch gehe es um die Haltung und die Beschäftigung des Tieres, um die Situation auch zu Hause zu erfahren, und eventuell Hilfestellung geben zu können. So mancher Tierhalter wundere sich zum Beispiel, dass sein Hund nach drei Stunden Auslauf an der Leine trotzdem noch das Sofa zu Hause zerfetze, erklärt er. „Viele wissen nicht, wie wichtig die Beschäftigung der Tiere ist.“ Im Hundezentrum würden die Tiere daher zum Beispiel im Rudel gehalten. Dadurch sei immer was los, seien die Hunde entspannter und zufriedener.

Tagsüber seien mindestens zwei Betreuer im Zentrum, erläutert er. „Und auch nachts ist jemand vor Ort.“ Weil das Projekt so gut anliefe, werde er in diesem Jahr noch zwei weitere Arbeitsplätze schaffen können.

Keller hat schon viel gesehen. Trotzdem würden er und Kollegin Heike Hörl jeden Tag weiter lernen, sagt er. Keller etwa studiert an der Fernuni Tierpsychologie für Kleintiere, Hörl belegt Seminare. Events mit Tieren, Trekking-Touren, Kurse – die beiden stecken noch voller Ideen für Mensch und Vierbeiner. An einer feilt Keller gerade: „Wir wollen 2012 ein noch nie dagewesenes Hundesport-Ereignis veranstalten“, verrät er.

Jörg ter Vehn

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