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Taucha Hoffnung für Mimo-Trails
Region Taucha Hoffnung für Mimo-Trails
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07:00 27.01.2012
Idyllisch im Wald liegen die Mimo-Trails, auf denen die jungen Extremsportler ihre Runden drehen und große Sprünge absolvieren. Quelle: Jörg ter Vehn
Taucha

„Wir sind eigentlich ein Wassersportverein, würden die Jungs aber als eigene Abteilung aufnehmen“, erzählt Michael Glaser. Der Geschäftsführer sieht sich als Unterstützer, will den jungen Leuten die rechtliche Basis geben, um weiter ihren Sport treiben zu können.

Der Verein „All on Sea“ ist fest im Tourismusverein Leipziger Neuseeland eingebunden, hat auch ein Herz für Trendsportarten, wie die jährliche Veranstaltung „Seebeben“ zeigt, bei der es unter anderem mit kühnen Sprüngen auf dem Zweirad in die Fluten geht.

Der Parcours im Wäldchen der früheren Mitteldeutschen Motorenwerke sei schon etwas Besonderes, findet Glaser. „So etwas kann man auch nicht künstlich irgendwoanders schaffen“, meint er. Für die Mimo-Trails seien die alten Strukturen des Waldes mit seinen Hügeln genutzt worden, „und ich sehe auch nicht, dass der Wald da Schaden genommen hat“, sagt Glaser.

Der Waldbesitzer, der den jungen Leuten vor wenigen Tagen die Zwangsräumung angedroht hat, weil sie ohne sein Wissen weitere Wälle aufgeschüttet hatten (die LVZ berichtete) und dort fuhren, wolle die Jungs auch nicht vertreiben, meint Glaser. Er wolle nur klare rechtliche Strukturen und einen festen Ansprechpartner, habe er nach einem längeren Gespräch herausgefunden.

Daher werde er sich nächsten Mittwoch mit den Radsportlern und ihren Eltern treffen, um den Verein und die Möglichkeiten vorzustellen und eventuell gleich die Aufnahme vornehmen zu können. Wie die finanziellen Fragen rund um Mitgliedsbeiträge, Pacht für das Gelände, Versicherungschutz und mehr zu klären sind, werde sich in den nächsten Tagen zeigen.

Im Internet hatten die Sportler der Mimo-Trails in den vergangenen Tagen auf ihrer Facebook-Seite schon ihre Bereitschaft bekundet, einem Verein beizutreten, sofern es dadurch auf den Mimo-Trails weitergehen könnte. „Daran geht auch kein Weg vorbei“, so Glaser gestern. Wichtig sei aber auch, dass die Stadt Taucha mitziehe und ihrerseits eine rechtliche Lösung finde.

Bürgermeister Holger Schirmbeck erklärte dazu gestern, es sehe nach wie vor nur geringe Chancen, mit Änderungen im Flächennutzungsplan und Ähnlichem den Parcours zu legalisieren. „Aber ich glaube, es geht nicht darum, eine Sportstätte im Wald zu errichten“, so der Stadtchef. Vielmehr sei es doch der Wunsch der Beteiligten, nur dort Sport zu treiben und dazu die vorhandenen Bedingungen im Wäldchen zu nutzen. Die Stadt bemühe sich daher zur Zeit um Gespräche mit den Forstbehörden, ob sie dem nicht zustimmen könnten. „Denn die Waldnutzung kann viele Seiten haben“, so Schirmbeck.

Jörg ter Vehn

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