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Taucha Holzdach soll gefährdete Käferart vor Wasser schützen
Region Taucha Holzdach soll gefährdete Käferart vor Wasser schützen
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14:55 19.05.2015
In den Baumstümpfen entwickeln sich die geschützten Juchtenkäfer. Als Abdeckung für die Bruthöhlen dient mit Lochbändern befestigtes Altholz. Quelle: Olaf Barth

Lochbänder halten die Konstrukte zusammen und verbinden den losen Baumstamm fest mit einem Baum. Auf LVZ-Anfrage erklärte der zuständige Revierförster Martin Opitz, dass mit diesen Konstruktionen notdürftig der Lebensraum für Insektenlarven des Eremiten erhalten werden soll. Das ist eine geschützte Käferart, die in Deutschlands Roter Liste als besonders gefährdet eingestuft wird.

"Leider passiert es manchmal, dass man erst bei Fällarbeiten diese Lebensräume entdeckt. Wir haben die Bruthöhlen teilweise geborgen und uns in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises auf diese Verfahrensweise verständigt. Die Überdachung soll vor Wasser schützen. Damit sie nicht entfernt werden kann, haben wir sie mit den Lochbändern befestigt", so Opitz.

Seit Ende November hatten Arbeiter im Auftrag des Stadtforstes Leipzig im Rahmen der Wegsicherung Baumschnittarbeiten durchgeführt und waren dabei auf die Larvennester des Eremiten, der auch Juchtenkäfer genannt wird, gestoßen. Ein Auenwald wie in der Parthenlandschaft am Staditzteich ist ein typischer Lebensraum für diese seltenen Insekten. Mehrere Hundert Tiere, deren Entwicklung sich über fünf Jahre hinzieht, können so einen Brutbaum bevölkern, falls genügend zersetzte Holzmasse, sogenannter Mulm, vorhanden ist. Problem: Die dmorschen Bäume stellen an Rändern öffentlicher Wege eine Gefahr dar.

Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2014
Olaf Barth

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