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Hühner als sehr altes Kulturgut

Hühner als sehr altes Kulturgut

Tierfreunde, speziell die des rassigen Geflügels, konnten sich am Wochenende in Taucha eine sehr gut aufgestellte Schau ansehen. Über 500 Tiere von 55 Ausstellern aus Taucha, Leipzig und der Region gaben einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Züchter.

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Vereinschef Frank Wezel und Tochter Johanna stellen bei der Rassegeflügelschau in Taucha ihre Zwerghühner aus.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Bewährter Gastgeber in der Wyn Passage war der Rassegeflügelzuchtverein Ornis 1891 Taucha. "So eine Schau ist immer auch ein würdiger Ausklang des Zuchtjahres und für uns Gelegenheit, uns noch einmal den Tauchaern als heimatverbundener Verein vorzustellen und Präsenz zu zeigen. Man ist ja auch stolz auf seine Arbeit, die man das Jahr über leistet", sagte Vereinschef Frank Wezel.

Der 42-Jährige, der jetzt in Rackwitz wohnt, ist selbst schon seit seiner Jugendzeit begeisterter Züchter und bedauert, dass es derzeit so schwer ist, junge Leute für dieses Hobby zu gewinnen. Und so ist seine zwölfjährige Tochter Johanna die einzige Nachwuchszüchterin unter den 44 Vereinsmitgliedern. Sie ist mit fünf Tieren vertreten: federfüßige Zwerghühner mit Bart und Belatschung, gelb. "Ich finde die Tiere so süß, vor allem wenn dann die Kücken kommen. Es macht Spaß mit diesen Tieren zu arbeiten und sie zu züchten", sagte die Delitzscher Gymnasiastin.

Dabei lernen Züchter bei diesem Hobby nicht nur viel über die Tiere, sondern beschäftigen sich auch mit der Historie und Geografie. "Zum Beispiel die hier ebenfalls zu sehende Rasse Aracana ist nach dem Indianer-Stamm benannt, bei dem sie in Brasilien entdeckt wurde. Oder die federfüßigen Zwerghühner. Sie sind eine ganz alte Rasse, die auf die Römerzeit zurückgeht und auch schon auf Bildern von holländischen Malern aus dem 16. Jahrhundert zu sehen ist", erzählt Frank Wezel. Deshalb erfülle dieses Hobby auch den Zweck, ein altes Kulturgut am Leben zu erhalten.

Viele Tauchaer kamen an den beiden Tagen mit ihren Kindern, um sich das Federvieh anzuschauen. Vielleicht springt ja bei dem einen oder anderen jungen Besucher der Funke über - und ein künftiger Züchter meldet sich beim Verein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.12.2013
Olaf Barth

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