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Taucha Im Merkwitzer Herrenhaus hat Innenausbau begonnen
Region Taucha Im Merkwitzer Herrenhaus hat Innenausbau begonnen
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10:30 31.08.2018
Wegen großer Schäden war das Obergeschoss des Wirtschaftsgebäudes abgetragen worden und wird nun neu aufgebaut. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

„Im Herrenhaus haben bereits die Arbeiten für Heizung, Sanitäranlagen und Elektrik begonnen, da sind wir schon deutlich weiter als im Wirtschaftsgebäude. Das Dach soll bis Ende September zu sein“, beschreibt Thorsten Knab von der Leipziger KS-Immobilien und Projekt GmbH bei einem Vor-Ort-Termin den aktuellen Arbeitsstand. Der Rohbau für das Wirtschaftsgebäude soll bis Mitte September fertig werden. Am 7. oder 9. September wird der vorgefertigte Dachstuhl angeliefert. Das Holz ist schon vorgetrocknet. Zeitgleich dazu, so Knab, kämen auch die Fenster, die alle bis Ende September eingebaut sein sollen.

Charakteristik des Gebäudes bleibt

Aufgrund hoher Schäden mussten Obergeschoss und Dachstuhl komplett abgetragen werden. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1740 und ist ebenso wie das sich anschließende Herrenhaus ein Fall für den Denkmalschutz. Das Herrenhaus war zu DDR-Zeiten als Sitz des Bürgermeisters und auch als Kinosaal genutzt worden. Die Holzdecke in jenem Saal bleibt. Andernorts werden Stuckarbeiten mittels einer Unterdecke konserviert und bleiben so auch der Nachwelt erhalten. „Die Fenster werden den Originalen entsprechend in ihrer Aufteilung aus Holz nachgebaut. Zwei Decken werden historisch nachgebildet. Generell bleibt die Charakteristik des Gebäudes mit dem großzügigen Eingangsbereich erhalten. Die historische Treppe wurde ausgebaut, gesichert und kommt später wieder rein“, beschreibt Knab die Bemühungen, alles möglichst denkmalgerecht wieder herzustellen.

400 000 Euro Mehrkosten

Allerdings gab es immer wieder auch Überraschungen, je tiefer die Bauleute in den Gebäuden vordrangen. „Wir haben schließlich eine neue Bodenplatte und neue Fundamente gegossen. Auch hatte die beauftragte Holzschützerin zahlreiche Schäden gefunden, der Statiker gab ebenfalls seine Hinweise“, zählt Knab auf. Im Juni hatte er gegenüber der LVZ von mehr als zwei Millionen Euro als Baukostensumme gesprochen, nun kommen aufgrund der genannten Funde weitere 400 000 Euro hinzu. Mit der Stadt Taucha verhandelt Knab derweil über ein Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite, das für die künftigen Bewohner als Parkplatz genutzt werden könnte. Doch hier geht es wohl am Ende noch um den zu zahlenden Preis.

„Wir Merkwitzer sind wir sehr froh, dass das Haus nun einen ordentlichen Besitzer gefunden hat und saniert wird. So weit waren die anderen Besitzer nie gekommen“, sagte Peter Wagner. Der 38-Jährige wohnt seit 22 Jahren im Dorf und ist für die SPD auch im Stadtrat engagiert. Er will sich dafür einsetzen, dass das Geschäft mit dem Parkplatz-Grundstück zum Abschluss kommt: „Die Parkplatzsituation macht uns Sorgen, mit dem Grundstück könnte sie gelöst werden.“

Von Olaf Barth

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