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Taucha Im Robo-Schritt durchs Wasser
Region Taucha Im Robo-Schritt durchs Wasser
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06:00 02.08.2010
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Taucha

Die Frühschwimmer stehen 6.30 Uhr mit dem Badetäschchen am Tor Spalier, wenn Schwimmmeister Ronald Hanns für gut eine Stunde die Pforte öffnet. Man kennt sich mittlerweile, ein harter Kern hat sich herausgebildet, der immer wiederkehrt. „Es ist so schön ruhig und man hat Platz“, erklärt Joachim Bock, nachdem er ins Becken gestiegen ist und zum ersten Armzug ausholt. „Aber es ist auch hart, wenn früh um sechs der Wecker schellt“, fügt seine Frau Ute an, zudem ist es vor der Arbeit noch eine gute Abkühlung.“ Derzeit hat das Tauchaer Paar Urlaub, verzichtet dennoch nicht in der Früh ins Nass zu steigen.

Förmlich zum Frühschwimmerinventar gehören Eva Ehme, Karin Studnitz und Martina Petersitzke. Seit fünf Wochen trifft man die Damen regelmäßig im Parthebad. „Wir gehören zu den Harten, die in den Garten kommen“, sagt Eva Ehme. „Auch bei Regen und Kälte sind wir hier“, fügt sie hinzu.

In diesem Jahr hat das Bad erstmals für die Frühaufsteher geöffnet. „Wir haben mit zwei Personen angefangen“, erinnert sich Schwimmmeister Hanns, es hat sich schön entwickelt.“ Wenn das Wetter stabil bleibt und über zehn Gäste erscheinen will er das Angebot auch über die Ferien hinaus beibehalten. Das würde auch Martina Petersitzke befürworten. „Es wäre schön, wenn es weitergeht. Die Leute aus dem Bad machen das sehr gut“, lobt die Tauchaerin. Denn im Becken werden nicht nur larifari Bahnen geschwommen, sondern unter Anleitung Übungen ausgeführt. „Allein rumgurken hilft nicht“, begründet Petersitzke.

Und so kommt die Nudel, ein Schaumstoffstab, ins Spiel. Im „Robo-Schritt“ müssen sich die Leute auf dieser durchs Becken bewegen. „Die Hände schneiden durchs Wasser“, sagt Hanns an. Mit Gleichgewichts-, Koordinations- und Übungen für den Kreislauf kommt der Körper in Schwung. Der Schwimmmeister begründet das wie folgt: „Damit nicht jeder so vor sich hinblubbert.“ 20 Minuten leitet Hanns oder seine Kollegin Maria Schindler die Badegäste an. Hanns treibt seine Frühschwimmer an: „Das geht noch schneller!“ Aber er verschärft nur selten den Ton. Martina Petersitzke macht brav mit. „Gut ist, dass das Angebot jenen gilt, die bis abends arbeiten und so die Chance bekommen, auch ins Bad zu gehen“, sagt sie. Das freut ebenso Karin Studnitz. Sie kommt regelmäßig vor der Arbeit. Mit der gelösten Karte besucht die Tauchaerin auch abends gelegentlich das Bad.

Abschließend schwimmen die Frühaufsteher noch selbstständig ein paar Bahnen. Dann geht es unter die Dusche, die derzeit kälteres Wasser auf die Haut rieseln lässt, als das, was im Becken den Körper umschmeichelt. Doch bevor die Leute das Bad gen Arbeit verlassen, gibt es noch ein Käffchen. Ein perfekter Start in den Tag.

Alexander Bley

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