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Im Schnitt hundert Sünder je Messtag

Im Schnitt hundert Sünder je Messtag

Raser in 30er-Zonen müssen in Taucha damit rechnen, erwischt zu werden. Seit dem vergangenen Jahr kontrolliert die Stadt selbst auf ihren kommunalen Straßen. Und das mit viel Erfolg – und vielen Punkten sowie Bußgeldern für die Sünder.

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Mit Technik wie in diesem im vorigen Jahr vorgestellten Wagen kontrolliert die Stadt Taucha auf ihren Straßen die Geschwindigkeit.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. An den schlimmsten Fall in diesem Jahr kann sich Albrecht Walther, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales im Tauchaer Rathaus, noch gut erinnern. „Da fuhr einer 103 Stundenkilometer auf der Kriekauer Straße – in einer 30er-Zone“, erklärt er. Das Ergebnis seien vier Punkte in Flensburg, drei Monate Fahrverbot und ein Bußgeld von mehr als 700 Euro gewesen, zählt er auf. An der selben Stelle seien auch weitere Raser mit 82 und 78 Stundenkilometer gemessen worden.

Seit Beginn der Messungen im Juni vorigen Jahres habe die Stadt insgesamt 3440 Verstöße festgestellt und geahndet, berichtet er. „Und das an nur 33 Messtagen – das macht im Durchschnitt gut hundert Verstöße pro Messtag“, so Walther. Am meisten gerast wird offenbar in der Kriekauer Straße. Dort seien an einem Tag mal 160 Verstöße festgestellt worden, erzählt Walther. Dort stehe der Blitzer vor allem wegen der Schulwegquerung nahe dem Auenweg. „Auch sonst kontrollieren wir überwiegend in 30er-Zonen und da hauptsächlich zur Schulwegsicherung, erläutert er. Schwerpunkte seien aber auch die Graßdorfer Straße, die Dewitzer Straße in Höhe der Kim-Blöcke, wie berichtet die Kriekauer Straße, die Klebendorfer Straße sowie die Leipziger Straße in der Altstadt.

Wegen des hohen Bearbeitungsaufwandes auch in der Bußgeldstelle, der im Rathaus ohne zusätzliches Personal durchgeführt werde, würden im Schnitt nur drei Messtage à sechs Stunden pro Monat durchgeführt – aber immer an anderen Tagen, früh oder nachmittags „und die Orte werden jeweils kurzfristig festgelegt“, sagt er.

So seien im ersten Halbjahr schon wieder 175 Bußgeldverfahren eingeleitet und insgesamt 280 Punkte für Flensburg vergeben worden. 26 Fahrverbote habe das Amt im ersten Halbjahr schon wieder ausgesprochen, die meisten über einen Monat. Drei Gerichtsverfahren seien anhängig, aber noch nicht entschieden.

Mitunter sei einiges an Recherche nötig, um an die Halter heranzukommen, erzählt er. So sei einmal der Wagen einer Frau mit lettischem Kennzeichen geblitzt worden. Die Frau habe ihren Wohnsitz aber in Paris gehabt. „Wir haben ihr trotzdem den Bescheid zugestellt – und sie hat bezahlt“, sagt Walther.

Dabei bekommt sein Amt ansonsten öfter Ausreden aufgetischt. Liebeskummer (Motto: „Haben sie nicht die Tränen auf dem Blitzfoto gesehen?“) gehört da noch zu kreativsten. Es geben aber auch Sünder, die eine „Augenblicksverfehlung“ geltend machen wollten. Manche wurden am selben Tag aber auch in der Gegenrichtung nochmal geblitzt. „Das müssen sie dann dem Richter erklären, wie das gehen soll“, so Walther.

Jörg ter Vehn

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