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Imker unterrichtet Zweitklässler im "grünen Klassenzimmer"

Imker unterrichtet Zweitklässler im "grünen Klassenzimmer"

Wissbegierig recken die Kinder die Arme in die Höhe. "Wie viele Bienen haben Sie hier eigentlich?", will einer der 22 Zweitklässler wissen. Imker Garrelt von Eshen beantwortet geduldig diese und viele andere Fragen.

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Der Imker Garrelt von Eshen hat eine Wabe mit Wasser gefüllt und zeigt den Zweitklässlern nun mit kräftigen Schüttelbewegungen, wie im Normalfall der Honig aus der Wabe heraus geschleudert wird. Allerdings übernimmt das in Echt dann eine Zentrifuge.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Drei zweite Klassen mit fast 70 Schülern aus der Tauchaer Regenbogen-Grundschule hatte der 74-Jährige gestern zu Besuch. Sie alle waren gekommen, um sich im "grünen Klassenzimmer" der Kleingartenanlage Einigkeit über das Leben der Bienen zu informieren.

"Wir machen das jedes Jahr mit den Zweitklässlern im Rahmen unseres sport-touristischen Tages. Die anderen Klassen sind in dieser Zeit woanders unterwegs", erklärt Andrea Müller, die Klassenleiterin der 2 a. Im Unterricht werde das Thema Bienen gerade behandelt, und da biete sich dieser Ausflug geradezu an. "Wir nennen uns ja auch bewegte Schule, mal raus aus den Klassenzimmern, das ist unser Credo. Es ist ganz toll, dass es hier in diesem Gartenverein so eine Möglichkeit mit dem Imker gibt", freut sich Müller.

Von Eshen greift unterdessen in einen Holzkasten, der wie ein Bienenstock aufgebaut ist, und holt täuschend echt aussehende Waben heraus. Erst auf dem zweiten Blick erkennen die anfangs zurückhaltenden Kinder, dass das scheinbare Insekten-Gewimmel in den Holzrahmen nicht echt ist. Auf den Fotos sind die Bienen beziehungsweise deren Nachwuchs deutlich zu sehen. Von Eshen zeigt auf eine Biene, die mit einem grünen Punkt markiert ist. "Das ist die Königin", erklärt er den staunenden Mädchen und Jungen. Dann demonstriert er, wie Honig geschleudert wird, und lässt einige Kinder auch mal die Imker-Schutzhauben aufsetzen. Zuvor hatte er den Zweitklässlern in seinem Vortrag alles Wichtige über die Bienen und die Honigherstellung anschaulich erzählt.

"Ich habe bei meinem Opa einst als Sechsjähriger zum ersten Mal Kontakt mit der Imkerei gehabt. Seit 1978 bin ich selbst Imker", erklärt der Senior. Inzwischen betreut er Jung-Imker in der Gartenanlage und hofft, dass auch unter seinen Zuhörern sich vielleicht später der eine oder die andere für die Bienenzucht interessiert. Von Eshen betreut 20 Bienenvölker in der Anlage. In einem Stock leben bis zu 60 000 Bienen. Diese Anzahl mit 20 multipliziert, und die eingangs gestellte Frage ist beantwortet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.09.2014
Olaf Barth

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