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In 16 Minuten am Alten Rathaus

In 16 Minuten am Alten Rathaus

Seit Sonntag ist Taucha um zehn Minuten näher an das Leipziger Stadtzentrum herangerückt. Die Inbetriebnahme des neuen City-Tunnels macht es möglich. Braucht die Straßenbahn 25 Minuten bis zum Hauptbahnhof, kann man nun mit der neuen S-Bahnlinie S 4 in etwa einer Viertelstunde direkt am Haltepunkt unter dem Alten Rathaus aussteigen.

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Die Linie S 4 fährt von Eilenburg kommend zur Weiterfahrt in Richtung Borna auf dem Tauchaer Bahnhof ein, der später auch noch umgestaltet werden soll.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Im Halbstunden-Takt kommen jetzt die Parthestädter stressfrei und ohne Parkplatzprobleme in die Leipziger City. Auch die Pönitzer profitieren von der neuen Verkehrsverbindung. Wenn sie an ihrem Haltepunkt eingestiegen sind, können sie schon 18 Minuten später unter den Arkaden des Alten Rathauses bummeln.

"Das will ich heute gleich mal testen und direkt bis zum Markt durchfahren", freute sich Uta Strom aus Taucha, bevor sie am Montag um 11 Uhr 15 an der Tauchaer Station in den neuen silberglänzenden Wagenzug mit dem Fahrtziel Borna stieg. Ohne umzusteigen ist sie mit diesem Zug schon um 11 Uhr 31unter dem gerade stattfindenden Weihnachtsmarkt. Die S-Bahnzüge der Linie 4 kommen mit Halt in Taucha aus Hoyerswerda, Cottbus, Torgau oder Eilenburg, beziehungsweise fahren dorthin.

"Die einfache Fahrt kostet 2,90 Euro", erklärt Service-Mitarbeiterin Sabine Bratschke in der Mobilitätszentrale von Anja Schwarz am Busbahnhof. "Das Ticket gilt nach der Entwertung dann 90 Minuten lang für Straßenbahn, Bus und Zug im MDV-Bereich, also auch für die neue S-Bahn. Man käme damit, für einen kleinen Einkauf zwischendurch, in dieser Zeit sogar hin und zurück, empfiehlt die Expertin. "Das Tagesticket kostet übrigens sieben Euro, jede weitere Begleitperson zahlt nur drei Euro", erklärt sie das derzeitige Preisgefüge.

Unter den etwa 20 Kunden, die am Montag in den ersten Vormittagsstunden hier nach Fahrpreisen und Verbindungsmöglichkeiten der sechs neuen S-Bahn-Linien fragten, war auch Kerstin Göldner. Sie hatte sich einen Fahrplan abgeholt, denn "nach Weihnachten will ich auch mal durch den City-Tunnel fahren und mir alles ansehen", so die Tauchaerin. "Meine Kinder Hanna und Julius gehen am Bayerischen Bahnhof und in Connewitz in die Schule", sagte eine nicht genannt sein wollende Parthestädterin. "Sie sparen nun tatsächlich eine ganze Stunde Fahrzeit ein", freute sich die Mama nach dem Fahrplanstudium. "Sie müssen aber in der Gegenrichtung genau aufpassen, wo der Zug hinfährt, denn sonst müssen sie in Thekla umsteigen", wies Service-Mitarbeiterin Bratschke auf die unterschiedlichen Linienführungen hin.

Während der Fahrkartenautomat am Bahnhof Taucha gerade streikte, funktionierte dieser am Haltepunkt Pönitz einwandfrei. Per Touchscreen kann man sich dort über die Tarife und den neuen Fahrplan informieren. Die neuen Haltepunkte im City-Tunnel sind in das System bereits schon eingespeist und damit auch abrufbar.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich war am Sonnabend zum Festakt auf den Hauptbahnhof mit der S-Bahn-Linie 4 von Hoyerswerda mit Halt in Taucha gekommen. Hier stiegen auch die Tauchaer Stadträte Klaus-Dieter Münch und Detlef Porzig (CDU), Renate Lindemeyer (SPD) und Jürgen Krahnert (FDP/Bündnis 90/Die Grüne) zu. Sie hoffen, sagten sie, dass die neue Möglichkeit des Regionalverkehrs angenommen und die geplanten Baumaßnahmen am Bahnhof Taucha als Umsteigeknotenpunkt bald in Angriff genommen werden.

Auch Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD), der zur Teilnahme am offiziellen Eröffnungsakt durch andere Termine verhindert war, begrüßte die Anbindung Tauchas an das S-Bahnnetz Mitteldeutschland: "Auch wenn wir noch bis 2016/17 auf den Ausbau des Bahnhofes warten müssen, haben wir schon jetzt ein hervorragendes Regionalverkehrsnetz in unserer Region bekommen. Leider ist der Bahnhof zur Zeit nur bedingt behindertengerecht, aber das Positive überwiegt. Ich werde das in den nächsten Tagen auch mal testen." Reinhard Rädler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2013
Reinhard Rädler

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