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Taucha In Dewitz verschwindet jahrelanger Schandfleck
Region Taucha In Dewitz verschwindet jahrelanger Schandfleck
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13:54 19.05.2015
Der Richtkranz schwebt über dem Dachstuhl. Zimmerleute sowie das Bauherren-Paar Jens Barthelmes (2.v.l.) und Juliane Hensel stoßen darauf an. Quelle: Olaf Barth

Und gleich in der Nähe wuchs in idyllischer Lage ein neuer Eigenheimstandort. Nur auf einer Seite, da standen eben noch die verfallenen, riesigen Ställe und Gebäude der ehemaligen LPG und verschandelten so das Ortsbild. Die Ruinen waren für Anwohner und Spaziergänger gleichermaßen ein äußerst betrüblicher Anblick. Doch das ändert sich jetzt.

"Bei meinen Ausritten habe ich mir hier oft vorgestellt, wie es wäre, etwas aus diesem alten Hof zu machen, hier mit unverstelltem Blick in die Parthenlandschaft zu wohnen", erinnert sich Pferdeliebhaber Jens Barthelmes. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Juliane Hensel setzt der 42-Jährige nun seinen Traum in die Tat um. Sie erwarben das Grundstück und bauen zunächst den 1863 errichteten Rinderstall teils zum Wohnhaus mit Einliegerwohnung, teils zu Garage und Pferdestall um. Nach den umfangreichen Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl schwebt seit Freitag der Richtkranz über dem Bau. Der Cradefelder Matthias Kluge von der Firma Alpha Holzbau sprach den Richtspruch, ließ mit seinen Kollegen Sven Hengst, Dominic Thier und Lutz Jetting hoch oben den Bierglas-Stiefel kreisen und die Bauherren hoch leben. Ein Gläschen allerdings wurde traditionell hinabgeschleudert, auf dass das Glück den Bauherren gewogen bleibe.

"Es ist schon etwas Besonderes, dass nach den vielen Jahren der Irrungen und Wirrungen das Dewitzer Hofensemble nun vollendet wird. Das sehen wir absolut positiv und das war uns von Anfang an städtebaulich und für die Dorfentwicklung eine wichtige Sache", freute sich gestern auch Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) über das Baugeschehen.

Mit dem bisher verbauten Dachstuhl-Holz lassen sich normalerweise mehrere Häuser eindecken. Wie Sven Hengst sagte, wurden für die 600 Quadratmeter Dachfläche elf Kubikmeter Brettschnittholz und 27 Kubikmeter Konstruktionsvollholz für Sparren und Zangen verbaut. Hinzu kommen 1400 laufende Meter Bauholz und 20 Kubikmeter Schalung, die zu Teilen innen sichtbar bleiben wird. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014
Olaf Barth

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