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Taucha In Merkwitz wird renoviert, in Pönitz viel liegen gelassen
Region Taucha In Merkwitz wird renoviert, in Pönitz viel liegen gelassen
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21:00 01.02.2010
Taucha

Nicht alle sind zufrieden mit dem, was die Stadt Taucha bislang in den Dörfer unternommen hat. Enger zusammenarbeiten wollten die Stadt und ihre Ortsteile, erklärte Schirmbeck. Daher sei bei dem Treffen auch besprochen worden, wie diese Arbeit künftig zu organisieren sei. Wie berichtet, hatten die Ortsvertreter sich im Vorjahr zusammengetan, um mehr vom anderen zu wissen und gemeinsam gegenüber der Stadt stärker auftreten zu können. Alle Ortsteile seien im Programm für die Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile) drin, erklärte Schirmbeck. Dabei würden sich verschiedene Maßnahmen in diesem Jahr herausschälen: • Der ländliche Wegebau in Sehlis werde in Angriff genommen, sagte Schirmbeck. Wie berichtet, sollen dabei Feldwege südlich und östlich ausgebaut werden. Darüberhinaus würden in diesem Jahr Planungsmittel in den Haushalt gestellt, um das Problem mit dem Oberflächenwasser auf der Straße Richtung Panitzsch abzustellen. „Dort müssen vernünftige Borde gesetzt werden, um die Straße ordentlich entwässern zu können“, so der Bürgermeister. • In Merkwitz sollten die sanitäre Anlagen im Merkwitzer Stübchen auf Vordermann gebracht werden. Das gehe über das Ile-Programm, da darin Dorfgemeinschaftshäuser enthalten seien. Zwischen 5000 und 10 000 Euro seien dafür veranschlagt. • Bis zum Sommer soll das abgeschlossen sein, um dann die Teilnehmer des Jugendcampes dort aufnehmen zu können. Diese würden in Seegeritz einen Graben entschlammen und in Ordnung bringen, in Merkwitz das Stübchen renovieren sowie den Park pflegen und weitere Vorschläge der IG Merkwitz umzusetzen versuchen. Im nächsten Jahr sei dann ein Einsatz des Jugendcampes in Pönitz vorgesehen. Im vorigen jahr hatte die Stadt mit dem Camp in Sehlis gute Erfahrungen gemacht. In Seegeritz sei in den Vorjahren insgesamt relativ viel geschehen, erläuterte er. In Pönitz jedoch, gab er zu, habe sich die Stadt zu sehr konzentriert auf den Ausbau der Tauchaer Straße durch den Kreis, in dessen Anschluss die Stadt auch die Fußwege machen wollte. Wann der Kreis baue, sei ungewiss, so der Bürgermeister. „Wir sind aber mit dem Ortsbeirat überein gekommen, einen Schwerpunkt in Pönitz zu setzen.“ Das Straßenentwicklungskonzept werde dahingehend überarbeitet. Konkrete Maßnahmen nannte Schirmbeck nicht. Der Schwerpunkt sei bitter nötig, meint Claudia Anger vom Beirat. „In 20 Jahren wurde keine einzige Straße ausgebaut. Das sucht für ein Dorf mit über 400 Einwohnern schon seinesgleichen in der Umgebung“, meint sie. Sie sei skeptisch, ob die Ortsdurchfahrt wirklich wie versprochen 2012 kommt. Sie sorgt sich, dass in den Vorjahren nichts geschah, in der Zukunft aber keine Fördermittel mehr für Projekte bereitstehen könnten. „Für jeden Menschen ist der Ort, in dem er wohnt, Heimat im engeren Sinne. Da tut es weh, wenn die Stadt, die uns verwaltet, diese Heimat derart vernachlässigt.“

Jörg ter Vehn

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