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In Taucha fährt jetzt Streifenwagen rund um die Uhr

Verstärkte Polizeipräsenz In Taucha fährt jetzt Streifenwagen rund um die Uhr

Der „Satz des Tages“ für die Tauchaer Bürger wurde unter dem Beifall vom Polizeioberrat Axel Palitzsch geäußert: „Seit heute, 12 Uhr, ist für die Stadt Taucha ein Funkstreifenwagen rund um die Uhr im Einsatz.“

Revierleiter Axel Palitzsch überbrachte am Donnerstag eine die Tauchaer erfreuende Botschaft.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Der „Satz des Tages“ für die Tauchaer Bürger wurde bei der Sitzung des Tauchaer Stadtrates am Donnerstagabend unter dem Beifall der Stadträte und der anwesenden Tauchaer Bürger vom Leiter des Polizeireviers Leipzig-Nord, Polizeioberrat Axel Palitzsch, geäußert: „Herr Bürgermeister, ich melde Vollzug. Seit heute, 12 Uhr, ist für die Stadt Taucha ein Funkstreifenwagen rund um die Uhr im Einsatz.“ Das Polizeifahrzeug werde mit zwei Polizeibeamten des Streifendienstes im 24-Stunden-Dienst in Taucha eingesetzt. „Wir wollen in den örtliche Schwerpunkten und in den großen Wohngebieten mit den Tiefgaragen sichtbare Präsenz zeigen“, so Palitzsch. Hinzu käme auch noch das Streifenfahrzeug der Bürgerpolizisten.

Das war das Resultat aus einer Besprechung mit Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU), dem Leipziger Polizeipräsidenten Bernd Merbitz, dem Revierleiter Leipzig-Nord, Axel Palitzsch, Vertretern der Stadtratsfraktionen und Fachbereichsleitern der Verwaltung, die am Mittwoch auf Einladung von Bürgermeister Tobias Meier (FDP) stattfand. Die Stadt hatte sich seit der Schließung des Polizeireviers ständig um eine Stärkung des Polizeistandortes bemüht. Zwischenzeitlich wurde das ehemalige Revier mit drei Bürgerpolizisten und zwei Kriminalisten zwar besetzt, das aber überwiegend nur im Tagesdienst. Die ständige Präsenz in der Öffentlichkeit soll nun mit dazu beitragen, Kriminalitätsschwerpunkte zu entschärfen und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu erhöhen. Die Beamten wollen sich, trotz hoher Einsatzbelastungen bei der Absicherung von Kundgebungen, Demonstrationen und Fußballspielen in Leipzig, dieser Aufgabe stellen.

Der Revierleiter stellte den Stadträten die Kriminalitätsstatistik 2016 für Taucha vor. Mit 1002 erfassten Fällen (20 Fälle mehr als 2015), lag deren Anzahl seit 2011 erstmals wieder im vierstelligen Bereich. Damit liege Taucha bei 0,8 Prozent der im Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Leipzig insgesamt erfassten 117 780 Straftaten. Mit 599 Fällen entfallen davon allerdings mehr als die Hälfte der Straftaten auf Diebstähle. Von den 446 dabei unter erschwerenden Umständen begangenen Delikten kam es unter anderem zu Diebstählen von 16 Kraftwagen, elf Mopeds und Motorrädern sowie 63 Fahrrädern. 37 Wohnungseinbrüche und 99 Diebstähle aus Böden und Kellern wurden registriert.

In 72 Fällen kam es zu Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen und es wurden neun Rauschgiftdelikte erfasst. Unter den 290 ermittelten Tatverdächtigen waren 37 Nichtdeutsche. 365 Fälle wurden aufgeklärt, das entspricht 36,4 Prozent. Man müsse bei der Beurteilung der Statistik allerdings auch berücksichtigen, dass es in den Vergleichszeiträumen zu einem allgemein starken Bevölkerungszuwachs auch in der Gemeinde Taucha gekommen ist. „Die Kriminalitäts-Entwicklung in diesem Jahr lässt erwarten, dass die Gesamtzahl aller Straftaten nicht wieder vierstellig werden wird“, will sich der Revierleiter festlegen.

Die zwischen Stadt und Polizei abgestimmten Sicherheitskonzepte bei der Durchsetzung des Tuningtreffen-Verbotes im April sowie bei den Großveranstaltungen Tauchaer Stadtfest und Maultrommelfestival hätten in der Vorbereitung und Umsetzung eine neue Qualität erreicht und für sichere Abläufe gesorgt. Außerdem sei Prävention in der Polizeiarbeit ein wichtiger Faktor, so Palitzsch weiter. Er verwies auf die Möglichkeiten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Leipzig, bei der sich die Bürger Rat zur Sicherung ihres persönlichen Eigentums holen können. Er würde behilflich sein, Beratungs-Veranstaltungen zu vermitteln.

„Wir danken unseren Gesprächspartnern aus Dresden und Leipzig für die schnelle Umsetzung ihrer Ankündigung zum Einsatzes eines Streifenwagens. Unsere Gespräche werden wir fortsetzten und dabei eine Erweiterung der Öffnungszeiten der Tauchaer Dienststelle bis wenigstens 22 Uhr anstreben“, kündigte der Bürgermeister an. Er betonte, dass das Thema Sicherheit weiter auf der Agenda der Stadt bleiben wird.

Von Reinhard Rädler

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