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Taucha In Taucha geht's jetzt rund: Kreisverkehr entschärft Kreuzung am Ortseingang
Region Taucha In Taucha geht's jetzt rund: Kreisverkehr entschärft Kreuzung am Ortseingang
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21:00 17.12.2009
Taucha

Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mensch lief gestern über den neuen Kreisverkehr. Bei genauerer Betrachtung war schnell klar: Bürgermeister Holger Schirmbeck hatte sich den roten Mantel übergestreift, um quasi als Geschenk an die Tauchaer den Kreisel freizugeben. „Ich habe mal gesagt, wenn der Kreisverkehr nicht wie geplant bis zum 24. Dezember fertig wird, stehe ich hier und regle den Verkehr. Nun ist die Baufirma vorfristig fertig geworden und wir haben sogar eine Tanne in der Mitte stehen. Gestern habe ich mit Mitarbeitern des Bauhofs gescherzt, dass nur noch die Beleuchtung für den Baum fehlt, dann komme ich als Weihnachtsmann. Nun, was soll ich sagen - die Lichter brennen und hier bin ich“, lächelte er. Komplett fertig ist der Kreisverkehr noch nicht. „Die Straßenbaumaßnahmen sind abgeschlossen, allerdings werden wir die Gestaltung der Mitte erst im März oder April vornehmen können“, so Schirmbeck. Wie berichtet wird das Wappen der Parthestadt die Autofahrer aus Richtung Portitz begrüßen. Dahinter soll pflegeleichtes Grün, der große Findling und eine Steinreihe aufgebracht werden. „Das geht erst im Frühjahr“, sagte das Stadtoberhaupt. Schirmbeck nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen. „Die Planer und das ausführende Unternehmen Straßen- und Tiefbau Eilenburg haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Anerkennung gebührt aber auch dem Stadtrat, der erst mit seiner Entscheidung dafür gesorgt hat, dass das Vorhaben umgesetzt werden konnte“, so Schirmbeck. Auch die Anlieger, die durch Verkauf von Teilen ihrer Grundstücke den Bau des Kreisverkehrs in seinen jetzigen Dimensionen ermöglichten, erwähnte er in seiner Rede. Der Kreisel ist das mit Abstand größte Verkehrsprojekt der vergangenen Jahre, das die Kommune selbst in die Hand genommen hat. Inklusive aller Planungs-, Bau- und Baunebenleistungen hat er eine Investitionssumme von 636 000 Euro. „Der Kreisverkehr war aber nötig. Nicht nur, dass die Straße in einem desolaten Zustand war. Wer aus der Matthias-Erzberger-Straße kommend nach links auf die Portitzer Straße abbiegen wollte, musste oft lange warten und konnte die Straße schlecht einsehen“, erinnerte Schirmbeck. Insofern sei der Kreisel ein aktiver Beitrag zur Verkehrssicherheit. Der Bürgermeister war es auch, der dann die Baustellenampel ausschaltete und so das Bauwerk für den Verkehr freigab. Beobachtet wurde er dabei unter anderem von Dietmar Bock. „Ich verfolge den Bau schon länger, habe privat viele Fotos gemacht. Sehr schön ist, dass der Findling nun doch noch Platz gefunden hat, der passt super dorthin“, befand er. Auch Ruth Liebert freut sich. „Als Autofahrerin begrüße ich es sehr, dass die Kreuzung nun wieder sicher ist - und das sogar noch vor dem eigentlichen Fertigstellungstermin. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass ein Radweg integriert wird“, sagte sie. Der Kreisverkehr ist nicht nur für die Tauchaer ein Glücksfall, sondern auch für den Leipziger Norman Rother. Der Mitarbeiter des Verkehrssicherungsunternehmens Wranik, das die Baustellenampel installierte, studiert derzeit, will mal Diplom-Wirtschaftsingenieur werden. „Ich bin im siebten Semester und muss demnächst im Fach Projektmanagement einen Vortrag halten. Da stelle ich die Sicherung des Kreisels vor. Das ist ja auch ein Vorzeigeprojekt“, sagt er.

Daniel Große

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