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Taucha In der Parthestadt werden Lösungen für besseren Verkehrsfluss gesucht
Region Taucha In der Parthestadt werden Lösungen für besseren Verkehrsfluss gesucht
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06:02 06.11.2018
Die Zwicksche Siedlung gehört zu jenen Bereichen, in denen über künftige Verkehrsorganisation nachgedacht werden soll. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Auch unabhängig der Diskussionen um die oft von Staus blockierte B 87 will sich Taucha mit der künftigen Verkehrsorganisation befassen. Dabei fasst das Rathaus die innerstädtischen Verkehrsströme ins Auge, die sich aufgrund neuer Wohngebiete und des Zuzuges in den vergangenen Jahren ebenfalls teils stark geändert haben. „Doch neben den neuen Wohngebieten in der Stadt selbst, die die Verkehrssituation verändern, gibt es auch äußere Einflussfaktoren. So fungiert die Wurzner Straße durch Taucha zunehmend auch als Transitstrecke von Ost nach West zum Beispiel für Mitarbeiter von BMW oder andere Firmen“, sagte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP). Das alles wolle man nun analysieren und entsprechende Schlussfolgerungen für spätere Entscheidungen ziehen. Das Prozedere soll aber nicht ohne Bürgerbeteiligung vonstatten gehen.

Drei Untersuchungsbereiche

Um das Ganze konkreter und übersichtlicher zu gestalten, würde das Stadtgebiet zunächst in drei große Verkehrsbereiche untergliedert. Da wäre zunächst die Zwicksche Siedlung mit den angrenzenden Straßenzügen und Wohngebieten. Als zweiten Bereich nannte Meier die Westvorstadt unter anderem mit dem Graßdorfer Wäldchen, Portitzer-, Matthias-Erzberger-, und Graßdorfer Straße sowie angrenzenden Bereichen wie das künftige Wohngebiet an der Friedrich-Ebert-Wiese. Als dritter Bereich kommen dann die gesamte Altstadt sowie die angrenzenden Gebiete Plösitz und Dewitz in Betracht.

„Für alle drei Bereiche wollen wir jeweils Verkehrsgruppen einrichten, in denen Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtrates und aus der Bürgerschaft die Lage analysieren und Vorschläge für künftige Maßnahmen erarbeiten“, erklärte Meier. So sollen die verkehrlichen Beziehungen unter die Lupe genommen und soll überprüft werden, ob durch eine andere Ausschilderung, die Einrichtung von Einbahnstraßenregelungen oder mittels anderer Veränderungen bessere Verkehrsflüsse organisiert werden können. „Die Auftaktveranstaltung dazu findet noch in diesem Jahr vor Weihnachten statt“, kündigte Meier an. Die Mitglieder der sogenannten Planungswerkstätten sollen sich dann ab nächstes Jahr regelmäßig treffen. Bis circa Mitte 2019 sollen erste Ergebnisse auf dem Tisch liegen.

„Wir versuchen, von Anfang an die Bürger mit einzubeziehen. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich schon mal melden. Allerdings muss auch die Bereitschaft bestehen, nicht nur den Verkehr vor der eigenen Haustür zu betrachten, sondern im gesamten Viertel ringsum“, so Meier. Auch müssen Interessenten mit einem gewissen zeitlichen Aufwand rechnen.

Ganz neue Lösungsansätze?

Ob sich durch diese Art Bürgerbeteilung Konfliktpotenzial wie bei der Diskussion um eine eventuelle Öffnung der Klebendorfer Straße für den Durchfangsverkehr von vornherein entschärfen lässt, bleibt abzuwarten. Möglicherweise ergeben sich auch ganz andere Lösungsansätze zur Lenkung der Verkehrsströme. Meier hofft nach eigener Aussage allerdings, dass das Verständnis der Teilnehmer für die Probleme und machbare Lösungen wächst. „Es wird nicht für alle eine einhundertprozentig gute Lösung geben“, so Meier. Auch sollen nicht nur die Belange der Autofahrer, sondern auch der Fußgänger und Radfahrer berücksichtigt werden.

Der demokratische Beteiligungsprozess bei der Suche nach einer neuen B 87-Trasse wird übrigens am Mittwoch fortgesetzt. Dann treffen sich Experten und Bürger in einem nichtöffentlichen Rahmen zur ersten Planungswerkstatt.

Interessenten an den Werkstätten können sich per E-Mail unter nico.graubmann@taucha.de anmelden

Von Olaf Barth

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