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Taucha Jugendliche beseitigen in Taucha Schmierereien im Stadtpark
Region Taucha Jugendliche beseitigen in Taucha Schmierereien im Stadtpark
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09:35 29.11.2017
Tauchaer Jugendliche beseitigen Graffiti-Schmierereien im Stadtpark an der Bastei. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Taucha

Vor nicht allzu langer Zeit hatten Mitglieder des Jugendparlamentes (Jupa) und des Jugendclubs Taucha noch selbst die Spraydose in der Hand und gestalteten unter professioneller Anleitung eine Giebelwand. Jetzt griffen die Jugendlichen allerdings zu Bürste und Schwamm, um auf der Bastei im Stadtpark illegalen Graffiti-Schmiererein zu Leibe zu rücken.

Der um 1909 angelegte beliebte Aussichtspunkt war im Juli 2015 von Handwerkern des Rolandschachtes in unentgeltliche Arbeit saniert worden (die LVZ berichtete). Dabei wurden auch Schmierereien beseitigt, in der Hoffnung, dass Jugendliche die Arbeit von anderen jungen Menschen respektieren. Doch es kamen erneut Schmierfinken, die die Säulen und Mauern des historischen Ortes verunstalteten. Die Krakeleien auf den Mauern wurden danach mit Farbe überstrichen, doch tauchten dort bald wieder neue Schmierereien auf.

„Nachdem wir unter dem Motto ,Wir bringen Farbe in die Stadt’ bei einem vom Jugendfonds Nordsachsen geförderten Graffiti-Workshop eine bunte Blumenwiese mitgestalteten, wollen wir nun deutlich machen, dass Graffiti nicht mit Beschmieren gleichzusetzen ist. Wir finden das hier weder cool, noch können wir das tolerieren. Deshalb starteten wir eine Gegenaktion“, sagte der Jupa-Sprecher Tom Richter. Die Initiative der jungen Parlamentarier stieß im Kultur- und Sozialausschuss auf Zustimmung, sodass die Stadt die Reinigungsmittel in Höhe von mehr als 800 Euro finanziert.

„Es gibt samstags schönere Beschäftigungen, aber wir wollen nicht zusehen, wie solche Schandflecke bestehen bleiben“, sagte Jugendparlamentarier Benjamin Benker. Mit Gummihandschuhen geschützt, trugen die Jugendlichen eine Graffiti-Entferner-Paste sowie flüssiges Gel auf die Verunstaltungen auf, ließen die Chemikalien einwirken und versuchten dann mit Bürste und Lappen die Farbe zu entfernen. „Eine mühselige Arbeit“, meinte Patricia Pohl, die für das neue Jugendparlament kandidiert. „Die Lösungsmittel wirken allerdings so gründlich, dass sich auch die Farbe auflöst, mit der die ersten Schmierereien überdeckt worden waren. Da müssen wir dann leider nochmal ran“, seufzte Richter.

In diesem Jahr wird vorerst wohl keine Aktion mehr folgen, denn die Reinigungsmittel sind für eine Verarbeitung bei wärmeren Temperaturen ausgelegt. Dann sollen auch die Verunreinigungen an den Parkbänken und Laternenmasten beseitigt werden. „Leider sind die Schmierereien nicht das einzige Übel. Von den roten Leuchtwürfeln im Park werden auch ständig die Lampen entwendet. Die Kosten für Ersatz und die Reparatur belaufen sich im vierstelligen Bereich“, hatte der Jupa-Sprecher im Fachbereich Bauwesen erfahren.

In dieser Woche wird am Mittwoch in Taucha das Jugendparlament neu gewählt. In Gymnasium und Oberschule haben die Schüler in den großen Pausen Gelegenheit, ihre Stimme den Kandidaten zu geben.

Von Reinhard Rädler

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