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Taucha KWL: "Starkregen übertrifft Kapazität des Abwasserkanals"
Region Taucha KWL: "Starkregen übertrifft Kapazität des Abwasserkanals"
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13:57 19.05.2015
Dorfstraße, Fall 1: Der Bereich am Gut Graßdorf steht zum wiederholten Mal nach Starkregen unter Wasser. Quelle: Olaf Barth

Zahlreiche Anwohner meinten, dass es so etwas früher bei Gewitter oder Platzregen nicht gegeben hätte. So standen erneut Straße und Fußweg direkt neben dem Pferdehof Gut Graßdorf so tief unter Wasser, dass manch Autofahrer sich dort nicht mehr hindurch traute oder erst nach längerem Zögern die Weiterfahrt riskierte. Von der Graßdorfer Straße kommend, befindet sich diese Stelle noch vor der Parthebrücke.

Ein ähnliches Bild bot sich an jenem Tag aber auch hinter der Parthebrücke: Auch hier mieden während und nach dem heftigen Gewitterguss Autofahrer die Weiterfahrt, da sich in Höhe der Glascontainer gleichfalls ein See ausgebreitet hatte. Das Wasser sprudelte aus der Kanalisation. Dabei war in dem Ortsteil erst vor einigen Jahren zur Einführung eines Trennsystems der alte, bestehende Abwasserkanal zum Regenwasserkanal umfunktioniert worden. Für den im gleichen Zug neu gebauten Abwasserkanal mussten Anwohner einen Baukostenzuschuss leisten und liegen darüber zum Teil heute noch in juristischer Auseinandersetzung mit den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL). Schon damals prophezeiten einige Betroffene, dass das System nicht funktionieren werde.

"Ursache für die Überschwemmungen ist der Starkregen. Die vergangenen Wetterereignisse übertrafen die Kapazität, die ein Abwasserkanal in diesem Gebiet leisten kann. Das Regenwasser sucht sich deshalb oberirdisch einen Weg und sammelt sich dann in Geländetiefpunkten", erklärte KWL-Sprecher Thomas Flinth auf LVZ-Anfrage. Hauseigentümern werde geraten, ihr Grundstück oder Haus aktiv vor Oberflächenwasser und Rückstau im Kanalnetz zu schützen. Informationen dazu gebe es bei den KWL.

Gibt es auch andere Ursachen als Starkregen für die Überflutungen? Schließlich kann regelmäßig ein KWL-Fahrzeug beim Abpumpen im Bereich der Parthe beobachtet werden. Flinth verneint die Frage: "In Taucha-Cradefeld gibt es allgemein keine technischen Probleme. KWL-Mitarbeiter sind natürlich in den notwendigen Kontrollintervallen vor Ort, um die abwasserseitige Infrastruktur zu warten und zu kontrollieren." Im nächsten Jahr allerdings soll das bestehende Entlastungsbauwerk im Ort "dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.08.2014
Olaf Barth

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