Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Kampfansage an die Mittelmäßigkeit
Region Taucha Kampfansage an die Mittelmäßigkeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 27.06.2011
Das sind die Jahrgangsbesten: Anne-Sophie Leonhardt, Sarah Armonies und Tina Schmidt (von links) schrieben ein Traum-Abi. Quelle: Benjamin Böhme
Anzeige
Taucha

„Die Gesellschaft gibt sich mit Mittelmaß nicht zufrieden“, sagte sie in ihrer Rede vor Eltern, Lehrern und Abiturienten.

Deutlich besser als das Mittelmaß ist Sarah Armonies. Mit einer Abschlussnote von 1,3 ist sie die Jahrgangsprima. In ihren Leistungskursen Deutsch und Englisch schrieb sie sich auf Platz eins. Jetzt hält sie nicht nur ein Traum-abitur, sondern auch die Medaille des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sowie eine Bücherprämie in den Händen. Außerdem wird sie für eine Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen. Erfolg auf der ganzen Linie. Darüber freut sie sich, findet es aber problematisch Menschen nur nach ihrer schulischen Leistung zu beurteilen: „Noten und Leistungsdenken sind zwar das eine, die Qualität eines Menschen wird aber durch andere Werte bestimmt“, meinte die 18-Jährige.

Leistung als Leitbild – einen Blick in die eigene Statistik gewährt Kristina Danz dabei nicht. Die Anzahl der Durchfaller bleibt vorerst geheim, genauso wie der Gesamtschnitt der Leistungen. Nur soviel: Der Jahrgang 2011 sei von seinen Leistungen her ein durchschnittlicher in der Schulgeschichte. In den Vorjahren habe es auch Abgänger mit einer Durchschnittsnote von 1,0 gegeben. Das sei dieses Jahr nicht erreicht worden.

Mit lediglich 35 Schülern war der Abiturjahrgang 2011 einer der kleinsten in der Geschichte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Früher sind auch schon einmal 120 Schüler mit dem Abi-Zeugnis unter dem Arm aus der Schule marschiert. „Die geburtenschwachen Jahrgänge treffen uns genauso wie alle anderen Schulen“, sagte Kristina Danz. Umso glücklicher ist die Oberstudiendirektorin, dass das Gymnasium in den kritischen Jahren nicht geschlossen wurde, technisch gut ausgestattet ist und über genügend Lehrer verfügt.

Auch Mittelmäßigkeit im eigenen Haus will Kristina Danz verstärkt bekämpfen. Ab dem nächsten Schuljahr nimmt das Gymnasium an einem speziellen Programm der sächsischen Landesregierung teil, durch das die Qualität des Unterrichts entscheidend verbessert werden soll. Firmierend unter dem Namen „Qualitätsmanagement“, sollen Lehrmethoden genau unter die Lupe genommen und Lehrer weitergebildet werden.

Benjamin Böhme

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Gaffee oder Gaggau – was is däs wärklische Gädderfudder?“ Dieser Frage widmete sich am Sonnabend im Tauchaer Bowlingcenter eine Benefizgala zugunsten der Lene-Voigt Gesellschaft.

27.06.2011

Die Diakonie Leipzig als Betreiber des Hauses hat jetzt Verbesserungen angekündigt.

Wenn Elternratsmitglied Jan Waschke von der Kita erzählt, dann mit Stolz und Trauer: Er lobt Haus und Erzieher-Team, aber tadelt den ständigen Führungswechsel und

25.06.2011

Eine rätselhafte, übelriechende Flüssigkeit auf dem Merkwitzer Bach hielt die Feuerwehr am Donnerstag auf Trab. Gegen 8.30 Uhr waren Gestank und der schwarz-braune, nach Öl und Teer stinkende Film auf dem Wasser hinter den Häusern Am Ring gemeldet worden.

24.06.2011
Anzeige