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Taucha Kanalbau in Plösitz kommt nur langsam voran
Region Taucha Kanalbau in Plösitz kommt nur langsam voran
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10:00 15.06.2011
Kanalbau in Plösitz: Am Eingang der Engelsdorfer Straße ist der erste Schacht gesetzt. Quelle: Jörg ter Vehn
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Conny Bursian kann von ihrem kleinen Blumenladen aus das Geschehen genau beobachten. Immerhin klafft unmittelbar vor ihrem Geschäft an der Ecke Wurzner/Engelsdorfer Straße ein Riesenloch. Dort ist Ende Mai einer der Trupps mit dem Kanalbau gestartet. Inzwischen ist dort der Schacht gesetzt, der das Abwasser der Häuser an der Wurzner Straße aufnehmen soll. Viel Grundwasser und große Mengen von Sand hätten die Arbeiten erschwert, so die Kanalbaufirma.

Ihrem Blumenladen habe der Grabenbau nicht gerade gedient, so Bursian geduldig. Sie hofft weiter auf die Treue ihrer Kunden. „Viele wundern sich, dass ich überhaupt noch offen habe“, sagt sie. Tatsächlich werde sie für wenige Wochen schließen – wenn die Häuser an der Wurzner Straße angeschlossen werden, dafür die Straße komplett gesperrt wird. Dieser Teil der aufwendigen Kanalbaumaßnahme in Plösitz ist während der sechswöchigen Schulferien vorgesehen.

Wie berichtet, werden in der Engelsdorfer Straße in drei Abschnitten 66 Grundstücke ans Abwassernetz angeschlossen, dafür 925 Meter Kanal neu verlegt. In einem vierten Bauabschnitt kommen parallel ab dem 11. Juli die Häuser an der Wurzner Straße, dem Plösitzer Weg und der Bergstraße ans Netz. Dafür werden dort rund 590 Meter Kanal im Erdreich verlegt.

Der Zweckverband Parthenaue hatte angekündigt, im Zuge der Maßnahme auch die Entwässerung des Idagrabens endgültig zu klären. Der hatte bei starkem Regen regelmäßig Wasser der angrenzenden Felder in benachbarte Grundstücke laufen lassen. Der Verband hatte schon vor längerer Zeit Planungen dazu beauftragt. Weil sich jedoch ein Grundstücksbesitzer gegen die Nutzung seiner Fläche sperrte, sollte gar ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren angestrengt werden, als dessen Folge notfalls auch Flächen enteignet werden können.

Das sei nicht mehr nötig, so Bürgermeister Holger Schirmbeck. Es sei ein Weg gefunden worden, auf das Grundstück zu verzichten, stattdessen eine andere Fläche zu nutzen. Der Verband konnte gestern keine weiteren Einzelheiten erläutern: Der Mitarbeiter ist im Urlaub.

Jörg ter Vehn

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