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Taucha Kandidaten plädieren für kulturelle Vielfalt in Taucha
Region Taucha Kandidaten plädieren für kulturelle Vielfalt in Taucha
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00:27 06.06.2015
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Taucha

Alleiniges Thema: Die Zukunft der Kulturarbeit in Taucha.

Zunächst fragte Moderator Jürgen Rüstau vom gastgebenden Freundeskreis Kultur die Kandidaten nach deren kulturellen Vorlieben. Während Antje Brumm gerade Kästner liest, hat Tobias Meier das Buch "Das gibt's in keinem Russenfilm" unterm Kopfkissen und Roland Gasch mag's praktisch, er beliest sich in Sachen Lehmbau. Tobias Meier ist Fan von Hannelore Elsner, schaute sich deshalb den Film "Kirschblüten - Hanami" an. Antje Brumm amüsierte sich zur Frauentagsfeier des Heimatvereins beim Streifen "Monsieur Claude und seine Töchter". Roland Gasch steht auf Filme mit Kung Fu, kein Wunder, denn er ist aktiver Judoka. Musikalisch mag er eher die leisen Töne, auch Antje Brumm entspannt sich gerne bei Klaviermusik und Tobias Meier lässt sich von den musikalischen Stimmungen der Leipziger Sängerin June Cocó einfangen.

In der Debatte waren sich die Kandidaten einig, dass Taucha dank der Vereine ein breites Spektrum zu bieten hat. Das gelte es zu bewahren und besser zu vernetzen. Die gemeinsamen Konzerte der Tauchaer Chöre in der Kirche oder das jüngste Chorfestival des Volkschores hätten gezeigt, wie gemeinsames Musizieren Begeisterung weckt. Auf Selbstläufer könne man sich nicht verlassen, denn das kulturelle Interesse entwickele sich weiter. Das werde beim Stadtfest deutlich. Meier: "Der Tauchsche ist ein Fest ohne Gesicht geworden, austauschbar mit den Events anderer Städte."

Es sei leider auch ein Phänomen, wurde in der Diskussion deutlich, dass die Tauchaer schwer für kulturelle Angebote zu begeistern sind. Bei vielen Veranstaltungen seien Tauchaer Besucher in der Unterzahl. Es fehle eine Struktur, so Antje Brumm, und gut angenommene Veranstaltungsformen müssten als "Leuchttürme" für die Entwicklung von Veranstaltungskonzepten ausgebaut werden. Roland Gasch plädierte für eine gleichrangige Unterstützung aller Veranstaltungsträger. Das Marketing müsse völlig neu aufgestellt werden, hieß es auf dem Podium weiter. Es gelte alle Medienformate mit einer motivierenden Werbung zu nutzen. Gut organisierte Veranstaltungen seien bestens geeignet, Begegnungsmöglichkeiten für Neubürger zu schaffen. Die Nutzung von Synergie-Effekten großer Veranstaltungen in Leipzig für das Tauchaer Geschehen berge die Gefahr der Überfrachtung. Der gemeinsame und sinnvolle Termin von Buchmesse und "Leipzig liest in Taucha" sollte die Ausnahme bleiben.

Die Kandidaten beschrieben, welchen Stellenwert die Kultur im Falle ihrer Wahl einnehmen würde. "Kultur kann nicht verordnet werden, sie muss von den Kulturschaffenden selbst kommen", meinte Roland Gasch. Antje Brumm würde die breite kulturelle Vielfalt der Angebote in der Stadt nutzen und bündeln. Gerne würde sie einen Markt mit regionalen Produkten von regionalen Anbietern organisieren.

"Kultur ist eine Pflichtaufgabe der Stadt", legte sich Tobias Meier fest. Es gelte dabei die Stärken der Gemeinschaft zu nutzen und den Veranstaltungen eine eigene regionale Identität zu geben. "Eine kulturelle Vielfalt macht unserer Stadt lebens- und liebenswert", waren sich die Kandidaten einig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2015
Reinhard Rädler

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