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Taucha Kaputte Kreisstraße in Taucha soll 2019 und 2020 ausgebaut werden
Region Taucha Kaputte Kreisstraße in Taucha soll 2019 und 2020 ausgebaut werden
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13:11 21.02.2018
In der Kreisstraße Am Dingstuhl wird vor den Straßenschäden gewarnt. Im nächsten Jahr könnten hier die Planungen für einen Ausbau beginnen. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Die Kreisstraße K 7422 stellt für viele Nutzer nicht nur in dem Abschnitt zwischen Pönitz und Taucha ein Problem dar (die LVZ berichtete). Auch der weitere Verlauf in der Stadt durch die Straße Am Dingstuhl und Geschwister-Scholl-Straße wird kritisch gesehen. Der Landkreis sieht den Handlungsbedarf und kündigt für 2019 einen Ausbau an.

Risse, Schlaglöcher, ausgefahrene Ränder sowie zu schmale Fußwege kennzeichnen seit Jahrzehnten die Straße Am Dingstuhl. In der ohnehin schmalen Straße wird es durch parkende Autos an der Kindertagesstätte und entlang des Friedhofsgeländes noch enger. Natürlich ist der Dingstuhl nicht die einzige Straße in Taucha, an der dringend etwas getan werden müsste. Aber es ist die einzige Straße in der Stadt, für die der Landkreis Nordsachsen als Straßenbaulastträger zuständig ist.

In der Behörde kennt man durchaus die Mängel und ist ebenfalls nicht damit zufrieden, wie die Straße derzeit beschaffen ist. Denn die Antwort auf die Frage, ob aus Sicht des Landratsamtes die Straße Am Dingstuhl den Anforderungen an eine leistungsfähige Kreisstraße genügt, lautet so: „Nein, die Kreisstraße befindet sich in keinem befriedigenden, zeitgemäßen Ausbauzustand. Daher wurde sie in Abstimmung mit der Stadt Taucha ins Ausbauprogramm des Landkreises mit Planungsbeginn ab 2019 aufgenommen.“ Gemeint ist damit Am Dingstuhl.

Ausbau der Geschwister-Scholl-Straße ab 2019

Für den weiteren Verlauf der Kreisstraße durch die Geschwister-Scholl-Straße ist laut Landratsamt bereits in diesem Jahr der Start von Planungen vorgesehen. Dies sei auch so in der Haushaltssatzung 2018 des Landkreises verankert. Läuft alles planmäßig, könnte ab 2019 in der Geschwister-Scholl-Straße der Ausbau beginnen. Momentan gilt in diesem Kopfsteinpflaster-Bereich wegen Straßenschäden die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. Zu der Art und Weise einer Sanierung beziehungsweise eines Ausbaus könne derzeit noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Ob nach dem Ausbau dann wieder 50 km/h erlaubt werden, bleibt auch angesichts des hohen Schülerverkehrs in dem Abschnitt abzuwarten.

Ähnlich verhält es sich im Dingstuhl. Auch hier sind 30 Kilometer pro Stunde ausgewiesen und auch hier warnen Schilder vor Straßenschäden. Allein schon wegen der Kindereinrichtung und der vielen Friedhofsbesucher wäre wohl auch nach der Sanierung eine Beibehaltung der 30er-Regel im Sinne der Anlieger. Nach ersten Schätzungen des Landratsamtes würde der Ausbau im Dingstuhl rund 727 000 Euro und in der Geschwister-Scholl-Straße rund 571 000 Euro kosten.

Taucha schlägt Verlegung der Straße vor

Doch nicht nur der Zustand der Kreisstraße, auch ihr Verlauf bereitet manchem Verkehrsteilnehmer und Rathausmitarbeiter Kopfschmerzen. Der Grund dafür ist die Kreuzung mit der Dewitzer Straße, denn die Kreisstraße läuft einige Meter versetzt von beiden Seiten auf die Dewitzer Straße zu. Entsprechend kompliziert bis unübersichtlich ist hier gelegentlich das Verkehrsgeschehen. Eingedrückte Geländer zeigen immer wieder an, dass manch Autofahrer hier offenbar überfordert ist und es zu Unfällen kommt.

Auch aus diesem Grund hatte bereits vor Monaten die Stadt Taucha dem Landratsamt vorgeschlagen, die Kreisstraße innerhalb der Stadt zu verlegen. Von der B 8 7-Kreuzung Pönitzer Dreieck kommend, könnte eine neue Kreisstraße geradeaus durch das ehemalige Kim-Gelände, vorbei an der Rückseite der Wyn-Passagen zur Dewitzer Straße geführt werden und diese kreuzen. Von dort ginge es dann weiter über ein derzeit noch als Feld genutztes Grundstück zur Wurzner Straße.

Das Landratsamt steht dieser Idee scheinbar offen gegenüber: „Den Vorschlag unterstützt das Landratsamt, obgleich die gesetzliche Zuordnung als Kreisstraße oder Ortsverbindungsstraße noch offen ist. Die maßgeblichen Ziele der Verkehrsteilnehmer befinden sich in der Geschwister-Scholl-Straße und Am Dingstuhl“, heißt es dazu auf LVZ-Anfrage.

Von Olaf Barth

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