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Kartoffelmarkt unterm Regenschirm

Kartoffelmarkt unterm Regenschirm

Taucha. Regenschirm, Wetterjacke und Gummistiefel waren auf dem diesjährigen Kartoffelfest die drei treuen Begleiter. Aber glücklicherweise schreckte der Dauerregen nicht alle Tauchaer ab, das alljährlich von der Stadtverwaltung organisierte Event zu besuchen.

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Der Kartoffelmann Carsten Ulbricht und Bürgermeister Holger Schirmbeck eröffneten am Sonntag um 14 Uhr das kleine Volksspektakel auf dem Marktplatz. Vorfreudig erwarteten 17 kleine Stände ihre Besucher. Aufgrund der Wettersituation hatten leider fünf der angekündigten Budenbetreiber abgesagt. So fehlten den Kleinen zum Beispiel die Bastelstation, den Großen die Gulaschkanone und allen das „Essen rund um die Kartoffel". Der Besitzer Frank Gieße konnte dieses Jahr, bedingt durch eine familiären Situation, keine Kartoffelpuffer anbieten.

Organisatorin Birgit Schwurack bedauerte es zudem sehr, dass auch Heike Ritter mit einer Grippe im Bett lag. Daher gab es keinen Kartoffeldruck für die Kinder. „Wir haben das erste Mal seit Jahren so ein Pech mit dem Wetter", erzählte Schwurack traurig.

Aber die Frau ließ sich nicht entmutigen, Regenkapuze auf und schon mischte sie sich mit ihrem Korb voller Kartoffeln unters Volk. Die große Preisfrage des Tages war: Wie viele Kartoffeln sind im Sack? Jeder durfte einmal raten: Zwischen 20 und 80 wurden geschätzt. Nur wer die wirkliche Anzahl – 29 – richtig schätzte, hatte Chancen auf Rotwein und Weinkühler.

Glühwein, Kartoffelschnaps, Tee, Kräbbelchen und Bratwurst unter einem Regenschutz boten den Besuchern ein warmes und vor allem trockenes Gefühl. Lange konnten die Gäste dort nicht verweilen, denn die liebevoll gestaltete Herbstbühne bot ein kleines Programm: Den Auftakt gab der Singkreis Hohenheida gefolgt vom Kindergärten „Koboldkiste". Die kleinen Jungen und Mädchen begeisterten das Publikum und stolze Eltern mit Gesang und Tanz – trotz der Kälte und Nässe.

Bedauerlicherweise fand auch der Abbau früher als geplant statt. Die Stadt überließ es den Wagenbesitzern selbst, wann sie schließen wollten. Viele hatten dennoch bis 18 Uhr durchgehalten.

Mit der Resonanz war keiner – weder Schwurack noch die Händler – zufrieden, jedoch dankbar über jedes Kinderlachen. „Es war trotzdem ein schönes Fest", sagte Schwurack. „Hoffentlich scheint nächstes Jahr wieder die Sonne."

Karoline Maria Keybe

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