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Taucha Kinder als kompetente Problemlöser
Region Taucha Kinder als kompetente Problemlöser
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12:46 17.09.2009

. Das klingt selbstverständlich, ist es in der täglichen Erziehungsarbeit aber nicht, meint die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental. Und will darum der sozialen Bildung in ihren Einrichtungen für die nächsten zwei Jahren oberste Priorität einräumen. Am Dienstag fand dazu ein Informationsabend im Hort der Grundschule am Park statt.

„Wissen ist nicht mehr alles, das kann man sich heute überall erlesen. Viel wichtiger ist, das erlernte Wissen auch anwenden zu können“, meinte Ute Sossna, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten bei der Volkssolidarität. Darum lautet das pädagogische Rahmenthema beim Träger von Kitas und Horten ab sofort soziale Bildung. „Es soll uns nicht darum gehen, mit Förderprogrammen Kindern immer mehr Wissen zu vermitteln, sondern darum, den Kindern die Lust am Lernen zu bewahren“, sagte sie in Richtung der rund 100 Erzieherinnen aus 53 Einrichtungen.

Soziale Kompetenz, so Sossna, sei wichtig für Kinder. „Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Kommunikation aufgebaut ist. Kinder brauchen ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, um friedlich miteinander leben zu können“, sagte sie. Wie auch im Berufsleben Erwachsener ginge es bei Kindern darum, gewisse Schlüsselqualifikationen, neudeutsch auch Skills genannt, zu erwerben. „Dazu gehört unter anderem, sich einzubringen, Konflikte zu lösen oder Kooperationen eingehen zu können“, zählte sie auf. Das Ziel seien selbstbewusste Kinder.

Helfen sollen hierbei die Erzieherinnen, die ihren Schützlingen zeigen, wie man Beziehungsschwierigkeiten löst. „Dazu gehört auch, dass man ihnen zuhört“, so die Pädagogin. Dass ihre Mitarbeiterinnen bereits so weit sind, davon geht sie aus. „Der Sächsische Bildungsplan, den wir anwenden, hat sechs Bereiche, die wir bereits seit längerer Zeit anwenden. Einer davon ist die soziale Bildung, die nun in den Vordergrund rückt“, führt sie aus. Unter anderem sieht der Bildungsauftrag, den alle Einrichtungen bekommen haben, die demokratische Bildung vor. Aber wie bringt man Kindern im Vorschulalter Demokratie bei? Beispielsweise, indem man sie selbst entscheiden lässt und nicht alles vorgibt. So könnte man vor der Anschaffung neuer Spielgeräte die Kinder abstimmen lassen, was gekauft wird, riet sie.

Stolperstein an der Sache: Soziale Bildung könne man nicht aushängen und drauf zeigen, wie Sossna verdeutlichte. Jeder Pädagoge sei täglich aufs Neue gefordert, aktiv zu handeln und vor allem zuzuhören und zu beobachten. Fest im Bildungsauftrag für das Rahmenthema der Erziehung in den Einrichtungen der Volkssolidarität ist darum verankert, den Blick auf Stärken und Potenziale jedes einzelnen Kindes zu richten. „Sie sind kompetente und aktive Problembewältiger“, glaubt Sossna.

Für die Eltern bedeute die Konzentration auf das neue Thema vor allem eine Erleichterung. „Viele Eltern fühlen sich bei der Bewältigung der erzieherischen Anforderungen zunehmend verunsichert“, meinte Sossna. Hier wolle die Volkssolidarität helfen und elterliche Erziehungskompetenzen stärken. Im Vordergrund stünden Demokratie, konstruktive Kommunikation zwischen Kind und Erwachsenem, Belohnung, Lob und Ermutigung sowie Strategien zur Konfliktlösung. Zusätzlich seien verschiedene Angebote für Eltern in Arbeit.

Daniel Große

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