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Kinder feilschen um gebrauchtes Spielzeug

Kinder feilschen um gebrauchtes Spielzeug

Nach zehn Jahren Pause versucht die Stadt Taucha jetzt, ein Konzept zur Belebung des Marktgeschehens umzusetzen und organisierte einen Kinderflohmarkt. Einzige Bedingung: Es durften nur Kinderspielzeug und -bekleidung angeboten werden und die Verkäufer mussten selbst Kinder sein.

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Kunden interessieren sich für den Stand von Max Zschorn (links).

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Vorweggenommenes Fazit: Ein gelungener, mit etwa 25 Händlern gut angenommener Start im oberen Bereich des Marktes, der Lust auf Wiederholung macht.

"Na Max, wie viel willst du dafür haben?", fragte der elfjährige Justin Schondorf. Er interessierte sich für eine Sparbüchse mit digitaler Anzeige des eingeworfenen Inhalts, die der gleichaltrige Max Zschorn im Angebot hatte. Der Jung-Händler zögerte nicht lange: "Drei Euro!" Justin drehte daraufhin erst einmal eine Bedenkzeit-Runde und inspizierte die Auslagen der anderen Händler. Max zählte inzwischen seine Einnahmen, denn er hatte auf einen Raketenbahnhof am Nachbarstand ein Auge geworfen, dessen Preis allerdings seine Kaufkraft überstieg. "Der Flohmarkt ist eine schöne Gelegenheit, dass wir zu Hause mal Platz in unserem Spielzeuglager bekommen, denn es sind Dinge dabei, mit denen wirklich nicht mehr gespielt wird", fand Marion Wolfrum, die Mutter von Max. "Und den Kindern macht es Spaß, selbst einmal etwas zu verkaufen." Kaum hatte sie das ausgesprochen, hatte Max eine Handvoll Dinos für sieben Euro an den Mann gebracht. Ob er damit seinem Traum ein Stück näher kam, blieb sein Geheimnis. Auch Anke Clemens-Lange fand die Gelegenheit günstig, endlich mal die Kleiderschränke und Schubladen zu lichten, denn ihre Töchter Katharina und Magdalena waren längst aus Bekleidung und Schuhen herausgewachsen. Die Abgrenzungspoller vom Parkplatz dienten als Befestigung einer Mini-Wäscheleine für die Präsentation der Ware.

Nico Graubmann, Stadtsprecher und verantwortlich für Märkte, zeigte sich zufrieden. "Im Juni wird es auf jeden Fall noch einmal einen Markt geben, vielleicht auch noch einmal in den Sommermonaten", sagte er. Eltern könnten sich schon jetzt unter der Telefonnummer 034298 70142 anmelden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2015
Reinhard Rädler

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