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Kinder legen in Garten 58 selbst Hand an

Kinder legen in Garten 58 selbst Hand an

Kleine Marienkäfer bilden die Nummer 58 am Gartentor, das immer offen steht. Allerdings nur für Kinder. Denn in dieser Parzelle des Kleingartenvereins Graßdorfer Höhe darf und soll der Nachwuchs Hand anlegen.

Taucha. „Der Garten stand lange Zeit leer, verwilderte immer mehr und wurde von den Kindern der Gartenfreunde als Rückzugsort genutzt“, sagt Vereinsvorsitzende Birgit Richter. Um das Gelände sicherer zu machen, beschloss sie, gemeinsam mit den Kindern aktiv zu werden. Seit Ende vergangenen Jahres wird darum angepackt. „Alles, was wir gefunden haben, wird wiederverwendet“, so Richter. Denn der etwas andere „Kindergarten“ solle keine picobello aufgeräumte Vorzeigeparzelle, sondern „eher naturnah eingerichtet werden“, wie sie es ausdrückt. So sollen etwa ein Totholz- und ein Lesesteinhaufen Unterschlupf für Insekten, Igel oder Echsen bieten. „Wichtig ist uns auch, den Kindern die Techniken des Gärtnerns zu vermitteln, ihnen zu zeigen, wie der Kreislauf der Natur ist und wie Tiere im Garten leben“, so Birgit Richter, die vor allem die Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren im Blick hat. Bislang hat sich eine Gruppe von etwa fünf Kindern gebildet. „Wir haben Baumstämme ausgegraben und den Steinhaufen errichtet“, sagt etwa der zwölfjährige Tom. Und auch Jessica Krause ist mit Eifer dabei. „Unsere Laube wurde von einer Firma aufgebaut, aber gestrichen haben wir sie selbst“, sagt sie.

Mit dem „Kindergarten“ schlägt Birgit Richter zwei Fliegen mit einer Klappe: Der verwilderte Garten wird aufgeräumt und sie begeistert eine junge Zielgruppe für das Thema. „Natürlich haben auch wir mit der Überalterung zu kämpfen. Auf diese Weise wollen wir erreichen, dass auch junge Leute Interesse am Kleingarten entwickeln“, hofft sie. Da die Maßnahme trotz der helfenden kleinen Hände Geld kostet, beantragte Richter Fördermittel. Mitte Mai überreichte Frank Müller, Vorsitzender des Kreisverbandes Leipzig der Kleingärtner Westsachsen, 7100 Euro. Das Geld stammt aus dem Programm „Natur- und Umwelterziehung von Kindern und Jugendlichen im Kleingartenwesen“ des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Wenn alles fertig ist, sollen im Garten 58 mit der offenen Tür auch Bastelnachmittage und Lesungen stattfinden Apfelsaft hergestellt werden.

Daniel Große

Daniel Große

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