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Kinderspaß mit runder Knolle

Kartoffelfest Kinderspaß mit runder Knolle

Pyramiden und Schlangen wirbelten am Sonntag den Tauchaer Marktplatz kräftig durcheinander. Doch keine Bange – das Herz der Parthestadt pulsiert nach wie vor im gleichen Takt. Die runde Knolle hatte ihre Hand im Spiel und Pyramiden aus Kartoffeln; Schlangen aus deren Schalen sorgten für jede Menge Zuschauer.

Ein sogenannter Federkraftsortierer war vor allem für die kleinen Gäste des Kartoffelfestes in Taucha eine Attraktion.

Quelle: Ingrid Hildebrandt

Taucha. Pyramiden und Schlangen wirbelten am Sonntag den Tauchaer Marktplatz kräftig durcheinander. Doch keine Bange – das Herz der Parthestadt pulsiert nach wie vor im gleichen Takt. Die runde Knolle hatte ihre Hand im Spiel und Pyramiden aus Kartoffeln; Schlangen aus deren Schalen sorgten für jede Menge Zuschauer. Wer baut die höchste Pyramide? Wer schält die längste Schale? Diese und viele weitere Spiele lockten die Tauchaer in ihr Zentrum, wo das jüngste Kartoffelfest bei schönstem Wetter über die Bühne ging.

Dort wechselten sich kleine „Kobolde“ und große Spaßmacher miteinander ab: Der Kartoffelmann sorgte für Stimmung, Wernher von Lichtenstein mit Bänkelgesang für andächtige Zuhörer und die Knirpse der Kita „Koboldkiste“ mit einem bunten Programm für stolze Eltern. Fast ein bisschen zu bunt wurde es dagegen den Erdäpfeln: Zack, purzelten sie in Nullkommanichts durch den Federkraft-Sortierer. Lukas kurbelte, was das Zeug hielt; Annalena und Delia hatten mit dem Nachschütten mächtig zu tun.

Ließ so eine historische Sortiermaschine die kleinen Knollen außen vor – spielten beim jüngsten Kartoffelfest die Kleinen eine Hauptrolle – die Taucher Mädchen und Jungen wohlgemerkt. „Wir haben überall mal reingeschnuppert“, berichteten Delia und Annalena und präsentierten ihren Lavendelwichtel. Frisch kreiert am Bastelstand. Für die Eltern der beiden Neunjährigen war es vor allem „schön, mal Leute zu treffen, die man das ganze Jahr über nicht sieht.“ So viele Menschen! – werden wohl auch die tierischen Mitwirkenden gestaunt haben: Japanische Zwergseidenhühner und Holländische Kapuziner. Nichts Alltägliches, was Bernd Dietrich und Peter Cholewa vom Rassegeflügelzüchterverein Taucha da mitgebracht hatten. Das fanden auch die Besucher und informierten sich über die Merkmale der gefiederten Schönheiten.

Hungrig und durstig macht so ein Kartoffelfestbummel! Klasse, dass die vielen Stände reichlich Gutes für Leib und Seele bereit hielten: „Selbstgepflanzt, selbstgepflegt, selbstgepflückt“, warb Christoph Kleinfeld von der Nabu-Regionalgruppe Taucha für den Apfelsaft regionaler Streuobstwiesen. Stärker zu Sache ging es dagegen am Stand vom Heimatverein nebenan zu: Kartoffelschnaps – übrig geblieben vom Tauchscher, dem Stadtfest Ende August – brauchte Edeltraud Bräutigam nicht großartig anzupreisen. Aber neben hochprozentiger hielt sie auch geistige Nahrung bereit: Kalender für das kommende Jahr. Brücken stellt der neue Parthenaue-Kalender von Bernd Hofmann vor. Klar, dass man bei solch einem Jahresführer über mehr als mehrfach besungenen sieben Brücken in und um Taucha gehen darf.

Von Ingrid Hildebrandt

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