Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Kita für zwei Millionen Euro entsteht in Taucha

Kita für zwei Millionen Euro entsteht in Taucha

Am Dienstagabend beschloss der Tauchaer Stadtrat in einer außerordentlichen Sitzung über die Vergabe von Bauaufträgen zur Errichtung einer Kindertagesstätte an der Friedrich-Ebert-Wiese.

Taucha. Die 18 anwesenden Stadträte votierten einstimmig, der Firma Schneider Systembau GmbH aus Radeburg den Zuschlag zu erteilen. Deren Angebot lag bei rund zwei Millionen Euro.

Am öffentlichen Teilnahmewettbewerb für die Bau- und Planungsleistungen hatten sich insgesamt zwölf Firmen beteiligt, berichtete Bauamtsleiterin Barbara Stein. Nach einer Prüfung und Bewertung seien die Ausschreibungsunterlagen an fünf der geeignetsten Bewerber verschickt worden. Vier Firmen hätten daraufhin bis zum Ende der Angebotsfrist ihre Unterlagen eingereicht.

Auf seiner planmäßigen Sitzung am 7. Mai konnte der zu diesem Termin ursprünglich angesetzte Beschluss nicht gefasst werden, weil die tiefgründige Auswertung der Angebote einschließlich zulässiger Nebenangebote noch nicht abgeschlossen war, hatte Stein mitgeteilt (die LVZ berichtete). Die Prüfung der eingereichten Unterlagen sei vom Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung (IBB) GmbH Markkleeberg gemeinsam mit dem Fachbereich Bauwesen der Stadt vorgenommen worden. "Die Bauexperten hatten teilweise bis zu elf Nebenangebote pro Angebot zu prüfen", sagte Stein. Weitere Wertungskriterien seien neben dem Preis unter anderem die Referenzen der Firmen über von ihnen bereits schon fertiggestellten Bauwerken, effiziente Grundrisslösungen für eine Raumkapazität zur Betreuung von acht Kinder-Gruppen und eine schlüssige Zeitplanung im Bauablauf bis hin zur geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2016 gewesen.

In der Diskussion monierte Stadtrat Jürgen Krahnert (FDP), ob es überhaupt machbar und überschaubar ist, dass die vorgeschlagene Firma 80 Prozent der Bauleistungen an Nachauftragnehmer vergibt. Wieland Meißner vom IBB-Planungsbüro sowie auch Bau-Fachbereichsleiterin Stein versicherten, dass das eine normale Praxis sei, zumal auch die Referenzobjekte der Firma für ein gutes Baumanagement sprechen. Die Hauptauftragnehmer hätten dazu, vor allem bei Schachtarbeiten oder beim Innenausbau, durchaus ihre Spielräume.

Stadtrat Jens Bruske (CDU) hinterfragte, ob die Baufirma an ihr Angebot über die etwas mehr als zwei Millionen Euro Bausumme gebunden ist und wie sich die Stadt absichert. Sofern nicht außergewöhnliche und nicht beeinflussbare Preisentwicklungen entstehen, ist diese Summe der verfügbare Kostenrahmen, antwortete Stein. Diese Tatsache und auch die Einhaltung des Terminplanes wird in der Vertragsausgestaltung mit entsprechenden Sanktionen berücksichtigt, versicherte die Bau-Fachbereichsleiterin.

Für den Neubau der Kita seien Fördermittel beantragt und in Aussicht gestellt, informierte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Über deren Höhe könne erst jetzt, nachdem das Angebot mit der konkret benannten Bausumme beschlossen wurde, entschieden werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2015
Reinhard Rädler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr