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Taucha Klärwerk Taucha wird ausgebaut
Region Taucha Klärwerk Taucha wird ausgebaut
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10:00 26.08.2011
Überlastet: Das Klärwerk Taucha erhält eine bessere mechanische Reinigung, eine aufwändigere Schlammbehandlung und eine Tuchfiltration. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) investieren rund 2,9 Millionen Euro.

Es gebe drei Gründe für den Ausbau, erläuterte gestern Projektleiterin Simone Stein von den KWL: Die zwölf Jahre alte Anlage sei eigentlich ausgelegt auf 12 000 Einwohnerwerte, werde derzeit aber belastet mit den Werten von 14 000 bis 15 000. Das Ergebnis sei zwar im Rahmen des Erlaubten, aber Teile der Anlage wie die Schlammtrocknung seien überlastet, die Arbeit müsse aufs Klärwerk im Rosental ausgegliedert werden. Zugleich werde nach und nach in Taucha das vorhandene Mischwassersystem, in dem sowohl Schmutz- wie auch Regenwasser aufgefangen werden, mit größeren unterirdischen Stauräumen ausgestattet (die LVZ berichtete), um künftig weniger oft Regenwasser in die Parthe abschlagen zu müssen. Dafür werde im Klärwerk natürlich mehr Kapazität benötigt, genauso wie für den Anschluss weiterer Ortsteile wie demnächst Plösitz mit rund 800 Bewohnern, in dem der Kanalbau derzeit mit den Tücken der Tauchaer Endmoränenböden zu kämpfen hat (die LVZ berichtete).

Wegen des Baugrundes mit hohem Grundwasserstand hätten sich die KWL am Ende auch entschieden, am Klärwerk nicht nur einfach eine dritte Klärstrecke an die beiden vorhandenen anzubauen. Stattdessen solle mit einer optimierten mechanischen Reinigung, kürzeren Laufzeiten bei der biologischen Behandlung, Veränderungen bei der Schlammbearbeitung sowie einer vierten Reinigungsstufe das Ziel erreicht werden.

Im Einzelnen werde daher ein Gebäude für die zwei neuen Rechen der Anlage errichtet, ebenso ein knapp acht Meter langer Sandfang. Die alte, kombinierte Sandfang-/Rechenanlage werde verschrottet, so Stein. Die dazugehörigen Pumpen könnten jedoch überholt und weiterverwendet werden. An der biologischen Klärstufe geschehe nicht viel, die Becken würden lediglich überholt, ein neues Gebläse komme hinzu. In die Schlammbehandlung werde dagegen viel investiert. Ein zweiter Schlammspeicher werde gebaut, dieser erhalte auch mit Belüftung und Durchmischung eine Behandlungmöglichkeit, um das Material weiter stabilisieren zu können. Ebenfalls neu entstehe eine Schlammentwässerungsanlage, in der die Masse quasi in die Mangel genommen und mit Hilfe von Tüchern ausgedrückt werde.

Neueste Errungenschaft wird Stufe Nummer vier. Als einziges Klärwerk in Sachsen erhalte Taucha künftig eine Tuchfiltration zum Schluss, so Stein. In dem feinen Filz, einem Teppichboden sehr ähnlich, würden auch letzte Feststoffe noch aufgefangen, bevor das gereinigte Abwasser in die Parthe abfließt.

„Wir haben jetzt mit dem Bau so richtig begonnen“, sagt Stein. Noch in diesem Jahr werde das Betriebsgebäude aufgestockt, um die zusätzlichen Schaltkästen aufnehmen zu können. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollten das Rechengebäude und die Tuchfiltration fertig werden.

Jörg ter Vehn

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