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Taucha Klassentreffen nach 50 Jahren: Zusammenhalt unschlagbar
Region Taucha Klassentreffen nach 50 Jahren: Zusammenhalt unschlagbar
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21:00 11.04.2010
Erinnerungen an die Schulzeit: Damals experimentierten Peter Tympel und Steffi Pötzsch auch schon gemeinsam. Quelle: Karoline Maria Keybe
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Taucha

Dabei trafen sich am Sonnabend Ehemalige 50 Jahre nach ihrem letzten Schultag in der Geschwister-Scholl-Schule. Aus ganz Deutschland waren die ehemaligen Schüler und Schülerinnen der damaligen 10a und 10b angereist, um an den Ort ihrer Schulzeit zurückzukehren. 50 Rabauken waren es damals, 34 sind gekommen. Aufgeregt und mit erwartungsvollen Augen betritt der Jahrgang die Schule. „Es hat sich alles so sehr verändert seit damals“, sagt Steffi Pötzsch (geborene Rung) mit einem prüfenden Blick.Die Zimmerbelegung ist im Laufe der letzten 50 Jahre umorganisiert worden. Der Hausmeister öffnet die erste Tür. „Das ist doch das alte Turnzimmer“ raunt es. „Nein, das ist doch in der nächsten Etage,” entgegnet es aus der anderen Ecke. Eine kleine Diskussion beginnt, mit ihr die Erinnerung an den Sportunterricht. Die Frauen lachen leise.Die Ehemaligen betreten den Raum. Es scheint jeder würde gezielt auf seinen alten Platz zusteuern, dem ist aber nicht so, denn jetzt darf jeder sitzen, wo er und neben wem er will. Ruhe im Klassenzimmer ist auch nicht geboten. Alle reden durcheinander.Die Erinnerung an die Schulzeit ist positiv. Niemand kann sich an Klassenkämpfe, ernsthafte Prügeleien, Denunzierung anderer Mitschüler oder gar Ungerechtigkeiten erinnern. Aber auch heimliche Liebschaften und Beziehungen blieben aus. „Wir waren viel zu jung. Das war damals anders als heute“, sagt Christel Brauer zurückblickend.Es gab weder Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen, als auch zwischen arm und reich. Das Wenige, was man hatte, teilte man, erinnert sich Peter Tympel: Pausenbrote, Lehrbücher – und auch Wissen. So gab der damalige Klassenbeste Jörg Bachmann schlechteren Schülern Nachhilfe in Mathe, Physik und Chemie.Erhard Frey und Jörg Bachmann sitzen nebeneinander – wie damals. Gemeinsam wiegen sie sich in Erinnerungen an das Leben neben der Schule. An den Sport, die Limo für zehn Pfennige, das Samstagskino, aber auch an das Schrotteinsammeln, um Geld für die Schulsanierung zu verdienen. An die strengen Winter, in denen sie vom Schulleiter aufgefordert wurden, Kohle mitzubringen und am Eingang dem Hausmeister zu übergeben. Die Klassenfahrt im Abschlussjahr nach Oberwiesenthal hatte alle noch einmal verbunden und machte auch den anschließenden Abschied schwer. Dass mit dem Lehrer Herrn Hartwig bis spät in die Nacht Karten gespielt wurde, vergisst man auch nach 50 Jahren nicht.Ob früher wirklich alles besser war, bezweifeln die Ehemaligen, aber in einem sind sie sich alle sicher: Der Zusammenhalt innerhalb der Klasse war unschlagbar. 

Karoline Maria Keybe

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