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Taucha Kleiner Verein sorgt für große Sprünge
Region Taucha Kleiner Verein sorgt für große Sprünge
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17:34 10.09.2018
Beim Kostümspringen traten einige Märchenfiguren an und sogar ein „Einhorn“ war mit dabei. Quelle: Olaf Barth
Taucha

220 Reiter aus allen ostdeutschen Bundesländern, darunter auch zwölf einheimische Starter, waren mit 468 Pferden der Ausschreibung und der Einladung auf die Reitanlage der Reit- und Turniergemeinschaft Graßdorf zu den 15 Spring- und Springpferdeprüfungen gefolgt. Am Samstag gab es beim Tauchaer Turnier mit einer Springprüfung bei Flutlicht sogar eine Premiere. Im Meldebüro beherrschte Leonore Buschmann von der Tauchaer Reitsportgemeinschaft als „Herrin der Meldelisten“ bei aller Hektik souverän die Lage.

Bevor die Prüfungen gestartet werden, haben die „Course Designer“ erst einmal ihr Werk getan und je nach Leistungsklasse die Bahnlänge und Anzahl und Höhe der Hindernisse festgelegt. Vor dem Start der Prüfungen ist dann auf der Reitanlage emsiger „Fußgängerverkehr“ zu beobachten, denn die Reiter begehen erst einmal ohne Pferd die Bahn, um sich die Reihenfolge und Anordnung der Hindernisse und die günstigsten Laufwege dazwischen einzuprägen.

Spannendes Programm und Showteil

Gewertet wird dann nach den klassischen Reitsportregeln, also Strafpunkte für abgeworfene Stangen, Verweigerung des Sprungs oder Überschreiten der Höchstzeit sowie Gutschriften für Zeitunterschreitung. Bei dreimaliger Verweigerung ist die Prüfung beendet, was etliche Reiter auch hinnehmen mussten.

Den Zuschauern wurde neben den Springprüfungen wieder ein spannendes Programm geboten. Bei einem Führ­zügelwettbewerb konnten Kinder bis zu zehn Jahren unter Beweis stellen, wie sie auf dem Pferd sitzend, das Ross allein nur mit den Zügeln in vor­gegebene Richtungen führen können. Ein Showteil sorgte mit einem Kostümspringen für Abwechslung und bei den „Mounted-Games“ traten Mannschaften auf einem Geschicklichkeits­parcours im direkten Duell gegeneinander an.

Vereinsmitglieder organisieren

„Wir sind stolz und froh, dass wir mit unserem kleinen Verein so ein großes Turnier auf die Beine gestellt haben. Alle Vereinsmitglieder und viele freiwillige Helfer haben mit angepackt und waren uns eine große Hilfe und Unterstützung“, zeigte sich Daniel Schibur, Turnierleiter und erster Vorsitzender der Reit- und Turniergemeinschaft Gut Graßdorf, mehr als zufrieden.

„Viele unserer Mitglieder haben sogar auf einen Start verzichtet, um die Logistik rund um das Turnier sicherzustellen“, ergänzte Schiburs Ehefrau Stephanie, die selbst in die Organisation mit eingebunden war. Auch ihre elfjährige Tochter Chiara half mit.

Viele Sponsoren aus der Region

Kristina Ackermann, die gute Seele des Organisations-Teams, ließ es sich bei allem Stress jedoch nicht nehmen, an der Springpferdeprüfung der Klasse L teilzunehmen. Und das sogar erfolgreich, denn mit ihrem Pferd „Charly Chaplin 38“ gewann sie von 29 Startern mit 8,0 Punkten die Prüfung, bei der das Springverhalten mit Punkten bis 10,0 bewertet wird. Eine Zehn werde aber nie vergeben, verriet Vereinskollegin Schibur.

„Ohne die Vielzahl von Sponsoren aus der Region und dem Pferdesportbereich, die uns mit Geld sowie Sachpreisen und -leistungen unterstützten, wäre so ein Turnier gar nicht möglich“, war Turnierleiter Schibur voll des Lobes. Auch die Leipziger Volkszeitung zählte dazu. Den „Preis der LVZ“ der Klasse M gewann Tino Bode vom Halleschen RFV Seeben mit „Curtis 77“.

„Einer Neuauflage des Springturniers im nächsten Jahr wird wohl kaum etwas entgegenstehen“, ließ Schibur durchblicken. Das wäre dann vom 6. bis 9. September 2019.

Von Reinhard Rädler

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