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Klezmer-Musik begeistert in Taucha

Klezmer-Musik begeistert in Taucha

Wippende Füße und rhythmisches Klatschen erlebt man in einer Kirche auch nicht alle Tage: Beim Konzert des Ensembles Yxalag am Samstagabend in der Tauchaer St.

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Die Musiker des Ensembles Yxalag begeisterten die Besucher in der Tauchaer St. Moritz Kirche.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Moritz-Kirche allerdings schon, denn die sechs Musiker verstanden es, das Publikum vom ersten Ton an in ihren Bann zu ziehen. Kam noch beim Entree mit dem Schreittanz "Romania Hora" ein kleines Gänsehaut-Feeling auf, als die Musiker einzeln nacheinander ihre Instrumente spielend, bei schwermütigen Klängen nach vorn liefen, endeten die letzten Takte des zweiten Titels schon im enthusiastischen Beifall der gut 80 Zuhörer.

Die sechs Musiker hatten sich im Jahre 2008 an der Musikhochschule Lübeck zusammengefunden, weil sie ihr Herz für die osteuropäische jüdische Volksmusik entdeckt hatten, bei der sie die heitere bis melancholische Klezmer-Musik mit verschiedenen zeitgenössischen Strömungen vermischen. Neben den traditionellen Stücken haben sie auch Tango, Swing oder Musette im Repertoire. Frontmann, Klarinettist und Komponist Jakob Lakner hatte die Liebe zur Klezmer-Musik über seinen Musiklehrer entdeckt und das mittlerweile gefragte Ensemble zusammengeschweißt. Durch ihre musikalische Vielfalt und Improvisationskunst sind sie quasi zu einer "Filfarbike Mishpokhe" geworden, was Jiddisch ist und auf Deutsch soviel wie "bunte Familie" heißt.

Viele Besucher waren auch schon bei anderen Konzerten dieser Art, wie Klaus Wilhelm aus Delitzsch. Die Tauchaerin Susanne Ullrich fand dagegen die ähnlich klingende Musik eines Straßenmusikanten in Leipzig so interessant, dass sie in dieser Stilrichtung noch mehr hören wollte. Gemeindepfarrer Gottfried Edelmann genoss das Konzert sichtlich entspannt, denn er hatte als Hausherr nur die Kirche zur Verfügung gestellt, das organisatorische Drumherum war alleinige Sache einer Konzertagentur.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.07.2015
Reinhard Rädler

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