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Kommunale IBV kauft über 100 Wohnungen

Kommunale IBV kauft über 100 Wohnungen

Die kommunale Immobilien- betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft (IBV) Taucha wird diese Woche um mehr als 100 Wohnungen und 118 Garagen größer: Sie erwirbt den sanierten Restbestand, den die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) noch in der Zwickschen Siedlung besaß.

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Eigentümerwechsel: Die kommunale IBV wird diese Woche die sanierten Häuserblöcke der Vereinigten Wohnungsgenossenschaften Leipzig an der Leipziger Straße sowie in der Friedrich-Engels-Straße erwerben.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Für die Mieter soll sich nichts ändern.

Die Beschlüsse in den Aufsichtsgremien beider Gesellschaften sind gefasst, das Vertragswerk liegt in den Schlussabstimmungen. „Am Donnerstag gehen wir zum Notar“, sagte gestern IBV-Chef Achim Teichmann.

Seit September sei über den Ankauf der Wohnungen und Garagenhöfe beraten worden. „Wir hätten auch schon vor Weihnachten den Notar aufsuchen können, wollten aber die Mieter zum Jahreswechsel nicht unnötig verunsichern“, erzählte er. Für die werde sich aber ohnehin nichts ändern. „Sie bekommen eine neue Kontonummer für die Miete genannt, das wars. Bestehende Mietverträge fassen wir nicht an“, versprach er.

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Gehören zum Kaufpaket: Die IBV erwirbt auch drei Garagenhöfe nahe der Leipziger Straße mit zusammen 118 Garagen.

Quelle: Jörg ter Vehn

Ein Riesenpaket Immobilien übernimmt die IBV. Nach LVZ-Informationen handelt es sich um insgesamt 103 Wohnungen und 118 Garagen überwiegend entlang der B87, auf der südlichen Seite davon gelegen. Betroffen sind im Einzelnen die Blöcke Leipziger Straße 59 bis 69 sowie 71 bis 81 und der Block Friedrich-Engels-Straße 9 bis 11. Ferner zählen dazu die Garagenhöfe Leipziger Straße, Dürrweg und August-Bebel-Straße. Über letztere Höfe hatte die Stadt ab 2009 eine Veränderungssperre verhängt, nachdem sie mitbekommen hatte, dass die VLW sich von ihnen trennen wollte.

Die Genossenschaft finde den Standort Taucha gut, werde sich aber aus „strategischen Gründen“ von ihrem Bestand in der Zwickschen Siedlung trennen, erklärte gestern Vorstand Michaela Kostov. Wie berichtet, hatte die Genossenschaft erst im Vorjahr die unsanierten, denkmalgeschützten Häuser dort in zwei Tranchen an Privatinvestoren veräußert. Für die restlichen, sanierten Häuser der VLW in Taucha – sie besitzt noch einige nahe der Matthias-Erzberger-Straße – gebe es aber keine Verkaufspläne, so Kostov.

Über die Kaufsumme war Stillschweigen vereinbart worden zwischen beiden Seiten. Die IBV habe den Kauf aber sehr genau durchgerechnet, versprach Teichmann. „Wir werden ja nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen.“ Die Wohnungen seien saniert und hätten einen guten Schallschutz. Der Leerstand sei nur gering, die Häuser seien insgesamt gut vermietet. Für den Kauf werde zwar eine Finanzierung benötigt. Aber schon bei etwas schlechteren Zinssätzen noch vor einigen Monaten seien die Zahlen aufgegangen, erläuterte Teichmann.

Durch die Mieteinnahmen rechne sich das Vorhaben für die IBV, erklärte er auch den Aufsichtsräten aus dem Stadtrat, die zustimmen mussten.

Für die IBV ergäben sich aus dem Kauf neue Entwicklungschancen für die Siedlung, so Teichmann. Sie besitze angrenzend schon Häuser, die nun gemeinsam besser vorangebracht werden könnten.

Wie berichtet, verwandelt derzeit die Zwicksche Siedlung ihr Gesicht. Privatinvestoren sanieren den zuletzt größtenteils leerstehenden Altbestand der Siedlung, in der wegen des Zustands ganzer Straßenabschnitte vor Weihnachten noch ein Film gedreht werden konnte, der unmittelbar in den Nachkriegsjahren spielt. Die Häuser sollen nun mit viel Aufwand für ein gehobenes Klientel saniert werden. Und in der Manteuffelstraße fiel im Vorjahr der Startschuss für eine Bebauung mit modernen Stadtvillen. Von ihnen sei ein Teil bereits verkauft, hieß es schon im Herbst.

Jörg ter Vehn

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