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Taucha Konzentration beim Bogenschießen fast wie Meditation
Region Taucha Konzentration beim Bogenschießen fast wie Meditation
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14:03 19.05.2015
Der Vorsitzende des Bürgerschützenvereins, Gerd Rahm, gibt Jessica Klöpsch Tipps, damit der Pfeil ins Ziel findet. Quelle: Reinhard Rädler

Denn der Verein hatte am Sonntag zum Tag der offenen Tür eingeladen. "Das sieht einfacher aus, als es tatsächlich ist", staunte Jens Beißengroll aus Gohlis. Obwohl Oberschützenmeister Gerd Rahm ihm bei Körperhaltung, exaktem Spannen der Bogensehne und richtigem Zielen half, fanden nicht alle Pfeile ihr Ziel. Der Leipziger konnte trotzdem lachen, denn, "es hat Spaß gemacht, das mal kennenzulernen".

Rahm, der auch Vereinsvorsitzender ist, befasst sich in seiner Freizeit intensiv mit dem Bogenschießen, aber nur aus Spaß an der Freude, wie er sagt, denn für den Wettkampfsport fehlt ihm die Zeit. "Das ist eine sehr körperbetonte Sportart, die eine hohe Konzentration verlangt, die fast schon an Meditation grenzt", erklärte Rahm, der sich 2010 wesentlich um die Ausgestaltung der Bogenschießanlage gekümmert hatte. Man habe im Verein leider nicht die Kraft und die Zeit, für das Bogenschießen einen Trainings- und Wettkampfbetrieb aufzubauen, bedauerte der Enthusiast, es sei aber zu den Tagen der offenen Tür eine interessante Erfahrung für die Besucher. Genau aus diesem Grund war der Engelsdorfer Armin Böhlke nach Taucha gekommen, nachdem Ehefrau Bärbel die Ankündigung in der LVZ gelesen hatte. Er hat zuhause Pfeil und Bogen und ließ sich wissbegierig Tipps zum treffsicheren Umgang geben. Er erwies sich als gelehriger Schüler und traf dreimal ins Zentrum.

Großes Interesse am Schießsport überhaupt zeigte Jessica Klöpsch aus Taucha. Nachdem sie sich beim KK-Schießen nicht testen durfte, weil sie keinen Ausweis dabei hatte, versuchte sie sich im Luftgewehrschießen und traf auf Anhieb dreimal ins Schwarze. "Ich habe beim Schießen an einer Schießbude beim Tauchschen gemerkt, dass ich sehr oft getroffen habe", erzählte die Heilerziehungspflegerin in Ausbildung. Nun wolle sie sich mal mit einer scharfen Waffe ausprobieren. "Kein Problem", sagte Nicole Planitzer vom Verein, die im Mai Kreismeisterin im Luftgewehrschießen geworden war: "Dann komm Mittwochs mal zwischen 17 und 21 Uhr zum Probieren zu uns, da ist Gästeschießen, was dann allerdings dann etwas kostet." Während des Bogenschießens unterhielt sich die 18-Jährige dann auch gleich angeregt mit dem Vereinsvorsitzenden über eine mögliche Mitgliedschaft bei den Bürgerschützen.

Mit mehr als 20 Schützen beim KK- und Luftgewehrschießen waren die Organisatoren des Vereins über den Zuspruch mehr als zufrieden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2014
Reinhard Rädler

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