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Taucha Kopfsteinpflaster für Rollator-Nutzer unmöglich
Region Taucha Kopfsteinpflaster für Rollator-Nutzer unmöglich
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10:00 29.06.2011
Viele Fragen, aber auch viele Antworten: Bürgermeister Holger Schirmbeck erklärt im Seniorenclub Taucha Situation und Politik der Stadt. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Die Rentner nahmen kein Blatt vor den Mund und stellten einen Haufen Fragen an ihr Stadtoberhaupt.

Schirmbeck eröffnete den schon traditionellen jährlichen Nachmittag mit den Senioren mit einem langen Vortrag über Entwicklungen in Taucha: Umbau des Bahnhofsvorfeldes, der Gleise, der künftige Trog in der Portitzer Straße unter der Bahn hindurch, der An- oder Ausbau der Mittelschule und die B87n waren einige der Punkte. Dazu erklärte Schirmbeck, dass eine vierspurige Trasse entlang der Bahn zwar von ihm mit in die Diskussion eingebracht worden sei. „Aber das ist nicht meine Vorzugsvariante“, stellte er klar. Die verlaufe nördlich von Taucha. Gleichwohl werde der Verkehr in Taucha mit Gewissheit zunehmen, müssten für die Stadt tragbare Lösungen gefunden werden.

Wie die Stadt sich die Versorgung gerade älterer Leute ohne Auto in den Ortsteilen vorstelle, wollte eine Seniorin wissen, die auch fehlende Busse am Vormittag in Dewitz kritisierte. Schirmbeck sagte, die Stadt könne nur bedingt darauf Einfluss nehmen, in dem sie etwa Flächen für Gewerbe ausweise. Die Busse in Dewitz wiederum seien zwar als Angebot schön, aber letztlich zu wenig genutzt worden.

Margarete Thomas bemängelte das Kopfsteinpflaster in der Kirchstraße. „Dort sind die Fußwege so eng, dass ich mit dem Rollator auf die Straße muss“, erzählte sie. Bei dem Pflaster wiederum stocke ihr Rollator immer wieder. Schirmbeck erklärte, dass bei der Altstadtsanierung die Stadt gedrängt worden sei, das Kopfsteinpflaster zu nehmen, das zur alten Struktur gehöre. „Das sieht schön aus, aber passt nicht zu der sich entwickelnden Alterstruktur in der Stadt.“ Da müsse erst ein Umdenken bei den Fördermittelgebern einsetzen, meinte er.

Ihre Nachbarn würden nie die Mülltonnen leeren lassen, sondern den Abfall wohl in den Wald oder in die Papierkörbe der Stadt werfen, klagte eine Seniorin. Schirmbeck sagte, im zuständigen Kreistag setzte er sich permanent für die Zwangsleerung von Mülltonnen ein – „leider ohne viel Erfolg“. Bei der Sanierung des Ochsenkopf genannten Kleinen Schöppenteichs seien nun mal eine Menge Behörden beteiligt, daher die Bürokratie, so Schirmbeck. „Aber wir sind da jetzt auf einem guten Weg.“

Jörg ter Vehn

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