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Taucha Kreative Angebote sollen Integration fördern
Region Taucha Kreative Angebote sollen Integration fördern
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14:01 29.12.2018
Christine Rademacher, Annelie Hampel und Andreas Cerny (v.l.) besprechen erste Schritte zur Umsetzung des Projektes zur Integration. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Taucha

Viele Tauchaer Bürger beteiligen sich inzwischen daran, freiwillig und unentgeltlich. Das Angebot reicht von Hilfeleistungen im Alltag und Sprachkursen für Geflüchtete bis zum Betreiben einer Kleiderkammer und Begegnungsmöglichkeiten im „Café International“.

„Die Angebote werden rege genutzt. Wir wollen nun die Menschen, die wir bisher betreuen, in das Gemeindeleben unserer Kirchgemeinden direkt miteinbeziehen. Dazu haben wir ein Projekt gestartet“, sagte Christine Rademacher vom Vorstand der evangelischen Kirchgemeinde St. Moritz. „In einer überschaubaren Kleinstadt wie Taucha, wo man einander kennt, ist diese Integration nicht nur eine Option, sondern eine wesentlich christliche Aufgabe“, hieß es in einem Unterstützungsschreiben, mit dem die katholische Kirchgemeinde St. Anna diesen Gedanken befürwortet hatte, wie Gemeindemitglied Andreas Cerny informierte.

Projekt startet am 1. Januar

Die Idee und die konkreten Überlegungen dazu seien am „Stammtisch der Ehrenamtler“ entstanden, so Rademacher. Mit dem Projekt „Kreative Integrations-Angebote unter Einbeziehung von Ehrenamtlichen (KIA)“ wollen die Initiatoren diesen Gedanken nun umsetzen.

Der Projektmittelantrag an das Bistum Meißen wurde positiv beschieden, so dass das Projekt am 1. Januar gestartet werden kann. Neben der Übernahme von Allgemeinkosten durch die evangelische und katholische Gemeinde wird das Projekt mit 10 000 Euro pro Jahr vom Bistum Meißen gefördert. Damit ist auch die Finanzierung der Stelle der Koordinatorin sichergestellt. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren, danach muss Rechenschaft abgelegt werden.

Durch kreative Integrationsangebote, die über die bisherigen Hilfestellungen hinausgehen, sollen die Menschen am Miteinander der Gemeinden teilhaben, was durch die Erweiterung bestehender Angebote Gestalt annehmen soll. So ist ein Kinder-Musical-Projekt geplant, dass zum Beispiel durch einen Kreativtreff für Erwachsene und durch Familienbasteln mit Ausgestaltungselementen unterstützt werden könnte.

Das Ziel sind stabile Gruppen

Der Ausbildung der Ehrenamtlichen kommt eine besondere Bedeutung zu. Durch konkrete und professionelle Inhaltsangebote der Erwachsenenbildung soll dieser Personenkreis die Führung der Teilprojekte einmal eigenständig übernehmen, so dass sie nach Beendigung der Förderung weiter bestehen können.

Ziel ist es, stabile Gruppen aufzubauen, bei denen Zugezogene, Ehrenamtliche und weitere Interessierte aus Taucha sich regelmäßig treffen, Kontakte knüpfen und gemeinsam arbeiten und somit aktiv in das Leben in der Gemeinde integriert sind.

„Am 9. Februar wollen wir uns 15 Uhr im Diakonat zu einem ersten Kennenlernen und Gedankenaustausch zusammenfinden“, informierte die Projektkoordinatorin Annelie Hampel, die schon die eingangs genannte ,,Zeit-Tausch-Börse“ erfolgreich betreut.

Von Reinhard Rädler

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