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Taucha Kröten gehen in Nordsachsen wieder auf Wanderschaft
Region Taucha Kröten gehen in Nordsachsen wieder auf Wanderschaft
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15:00 02.03.2016
Frosch unterwegs: Schilder warnen in Nordsachsen vor den wandernden Kröten. Quelle: dpa
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Nordsachsen

Auch in Nordsachsen gehen bald wieder die Kröten auf Wanderschaft. Darauf weist jetzt das Landratsamt hin. Mit der milden Witterung bei Temperaturen über fünf Grad beginne die gefährliche Wanderung für Frösche und Co. Autofahrer sollten deshalb im Frühjahr vor allem die Warnschilder mit dem Zusatzzeichen Krötenwanderung beachten und die oftmals zugleich vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten.

„Versuchen Sie aber nicht, den Tieren auszuweichen oder sie durch eine Vollbremsung vor dem Überfahren zu retten. Sie gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer“, warnen die Behörden. „Meiden Sie Straßenabschnitte mit Amphibienwechsel und nehmen sie in der Amphibienwanderzeit einen kleinen Umweg in Kauf. Achten Sie auf Krötenzaunbetreuer am Straßenrand.“

Bitte keine Vollbremsung einleiten, warnt das Landratsamt. Das gefährde andere Autofahrer. Quelle: dpa

Amphibien (oder Lurche) mit Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern gehören zu den Tiergruppen mit den stärksten Rückgangstendenzen in den letzten Jahrzehnten. Aufgrund der bedrohlichen Bestandsentwicklungen stehen alle heimischen Lurche unter besonderem Artenschutz. Das Leben der Amphibien ist eng an das Wasser gebunden. Zum Ablegen ihrer Eier (Laich) müssen sie in jedem Frühjahr ihre Laichgewässer aufsuchen. Die hohe Dichte des deutschen Straßennetzes führt dabei dazu, dass Amphibien bei ihrer Wanderung oftmals Straßen überqueren müssen.

Vielerorts werden Amphibien bei ihrer Frühjahrswanderung durch Krötenzaunaktionen vor dem Tod auf der Straße gerettet. Dabei werden in Bereichen mit intensiver Amphibienwanderung entlang der Straße niedrige Zäune aufgestellt und Fangeimer eingegraben. Die Krötenzäune müssen im Frühjahr über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten betreut werden. Effektiver sind Straßensperrungen oder stationäre Anlagen mit Amphibientunneln.

Neben der Gefahr des direkten Todes durch Überfahren geht von Straßen übrigens auch eine Trennwirkung für Amphibien und andere bodenbewohnende Kleintiere aus. Bordsteinkanten stellen zusätzliche Hindernisse dar und Gullys sowie andere Straßenentwässerungsanlagen sind oft tödliche Fallen.

Von LVZ

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