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Künstler verewigt Bad Düben im Kürzel

Künstler verewigt Bad Düben im Kürzel

Das Klosterschankhaus der Künstlerfamilie Claudia und Rüdiger Bartels in der Tauchaer Lindnerstraße ist als gute Adresse für Gourmets bekannt. Doch zu Pfingsten gab es neben dem Gaumen- auch noch einen Augenschmaus: Zum Tag des offenen Ateliers stellten vier Künstler ihre Werke aus.

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Bilder an der Leine: Anke Staude (links) und Tochter Lisa aus Leipzig besuchen den Tauchaer Künstlergarten und bewundern die dort ausgestellten Werke. Im Hintergrund ein Bild von Barc Dügall.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Erstmals präsentierte die neu gegründete Gruppe Kunst 4 gemeinsam ihre Werke. Die Bartels sowie der Borsdorfer Fotograf Ralph Arnold und der Tauchaer Maler Peter Franke zeigten zum Tag des offenen Ateliers Malereien, Zeichnungen und künstlerisch bearbeitete Fotos aus ihrem Schaffen. "Es ist nun schon eine Tradition, dass wir zu Pfingsten unsere Kunst den Besuchern nahe bringen", sagte Claudia Bartels. "Besonders wichtig ist für uns dabei, dass wir mit unseren Gästen bei vielen interessanten und offenen Gesprächen in Kontakt kommen." Mit Petrus im Bunde hatten die Künstler bei schönstem Pfingstwetter am Sonntag und Montag ihre Werke im gesamten Gartenbereich an Wäscheleinen oder Zweigen verteilt. Auch an den Wänden der Garage gab es keine freie Fläche mehr.

Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen, die Besucher schauten sich in Ruhe um, waren im Gespräch mit den Künstlern oder genossen ganz einfach bei selbst gebackenem Klosterbrot mit Kräuteraufstrich und Kloster-Bier die Atmosphäre, die vom gesamten Ambiente und von den Kunstwerken ausging. Margrit Wattler kennt Rüdiger Bartels von der Schlaganfall-Reha in der Tagesklinik für kognitive Neurologie der Uni-Klinik, wo er sie in seinem Kurs an das Malen heranführt. "Das tut meinem Seelenfrieden gut", meinte die Markranstädterin, die mit ihm das gleiche Schicksal teilt. Bartels hatte im Oktober vorigen Jahres einen schweren Schlaganfall erlitten und seine Erinnerungen verloren (die LVZ berichtete).

Die weiteste Anreise mit rund 16000 Kilometern hatte wohl Yvonn Deitch, die aus dem fernen Australien nach sechs Jahren wieder ihre Heimatstadt besuchte und mit ihrer Familie in den Atelier-Garten gekommen war. Unter ihrem Mädchennamen Weinert war sie übrigens zweite Preisträgerin im Tauchaer Literaturwettbewerb 2010. "Es ist toll, wie sich Taucha entwickelt hat", schwärmte sie beeindruckt.

Was einigen Besuchern auffiel, war die Tatsache, dass der Maler seine neuen Bilder mit Barc Dügall signiert. Dazu befragt, griff er lächelnd zu Stift und Papier. Der 57-Jährige schrieb "Bad Düben" und unterstrich die Wortanfänge. "Diese Zeit in der Rehabilitation in Bad Düben war mir sehr wichtig. Sie hat mir sehr viel gegeben. Dort habe ich wieder mit Malen angefangen", erklärte er. In Baden Düben fand er "Zurück ins Leben", eine Formulierung, die nun sein künstlerisches Schaffen begleitet. Die jetzt entstehenden neuen Bilder wirken beseelter, weicher mit ihren ineinanderfließenden Farben und Motiven. Sie erinnern an die Kunst eines Marc Chagall, den Bartels gleichwohl auch sehr mag. Und so entstand sein Künstlersignet Barc Dügall. Am 16. Juni findet ab 11 Uhr im Café Esprit eine Vernissage mit einigen dieser neuen Bilder statt.

Reinhard Rädler / Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2013

Reinhard Rädler

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