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Taucha Küsse für die alte Stadtgärtnerei
Region Taucha Küsse für die alte Stadtgärtnerei
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08:00 31.03.2012
Viel Raum für junge Ideen: 6400 Quadratmeter groß ist das Areal zwischen Cradefelder und Eilenburger Straße, das die Studenten beplanen sollen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Viel Zeit bleibt den Studenten, die fast alle am Ende ihres Bachelor- oder Diplom-Studiengangs stehen, nicht. Gestern Vormittag war Auftakt mit einer Vor-Ort-Besichtigung des rund 6400 Quadratmeter großes Geländes, Dienstag sollen die angehenden Architekten ihre Arbeiten vorstellen.

„Ziel der Stegreifentwürfe ist ja auch, ein Thema schnell zu verstehen und umzusetzen“, erklärte Professor Henning Rambow von der HTWK den Hintergrund. Es gehe deswegen auch weniger um detaillierte Grundstücks- und Hausentwürfe, sondern um das große Ganze. „Die Studenten sollen Möglichkeiten ausloten für Stadthäuser und Wohnen in Einfamilienhäusern in dieser Lage“, erläuterte er.

Bei der Begehung zeigte er sich angetan von der Fläche, die zwischen Cradefelder- und Eilenburger Straße liegt. Gerade auf die Erschließung mit Verkehrswegen für die Bewohner, aber auch die Versorgungsfahrzeuge, und auf genügend Parkflächen („am besten zwei pro Wohneinheit“) wies er die jungen Leute hin. Das Gelände ist über die Eilenburger Straße und zudem über eine Art Rampe von der Cradefelder Straße, zu der die Fläche leicht abfällt, erreichbar. „Vielleicht eine Art Einbahnstraße für die Bewohner?“, warf Bauamtsleiterin Barbara Stein in die Runde. Auch die alte, noch als Lager genutzte Halle, müsse nicht stehen bleiben, könne aber in die Konzeption eingebunden werden. Im Vorfeld hatte sie auch mit einem Nachbarn gesprochen, der sein privates Grundstück in eine Bebauung einbringen würde. „Und auch die Fläche hinter der Halle könnten sie, wenn nötig, etwa für Stellflächen einplanen“, warf sie den Studenten zu. Gebaut werden könne dort jedoch nichts. Darunter befinde sich eine stillgelegte, aber gut abgedeckte Deponie.

Flächen in der Stadt für Wohnstandorte würden langsam knapp, erklärte Stein den Hintergrund der Aktion. Die alte, in kommunalem Besitz befindliche Stadtgärtnerei liege seit Jahren in einer Art Dornröschenschlaf brach. Um dort einmal tätig zu werden, benötige es jedoch einen Vorlauf, vor allem, was dort realisiert werden könnte. „Von den Entwürfen erhoffen wir uns frische, kreative Ideen“, erklärte sie.

Es ist die fünfte Zusammenarbeit von Stadt und HTWK. Die Stadt habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den jungen Leuten gemacht, die auch Ideen zum sächsischen Innenstadt-Programm „Ab in die Mitte“ beigesteuert hatten. Bekanntlich gewann Taucha gleich zum Auftakt des Wettbewerbs mit dem Vorhaben zur Revitalisierung der alten Stadthöfe.

Bei Juri Kutha zeichneten sich nach der Begehung erste Ideen ab. „Ich habe schon eine Vorstellung“, sagte der Student, der kurz vorm Diplom steht. Kommilitonin Miriam Friedrich grübelte noch über die Erschließung: „Das Zuwegungsproblem“, sinnierte sie. Stein kündigt an, die besten Entwürfe im Rathaus zu zeigen.

Jörg ter Vehn

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