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Taucha Kunst-Workshop mit Kleber und Wattestäbchen
Region Taucha Kunst-Workshop mit Kleber und Wattestäbchen
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16:51 04.05.2010
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. Heraus kamen witzige Ideen, eine Popgruppe und einstürzende Neubauten.

„Schade, wir mussten die Veranstaltung leider vorfristig abbrechen", bedauerte Kunstlehrerin Roswitha Riemann. 23 Schüler der 8b waren für den besonderen Kunstunterricht extra mit der Bahn nach Leipzig-Plagwitz in die Karl-Heine-Straße zur Galerie Delikatessenhaus gefahren.

Wegen der vielen Schüler sei dort aber draußen gearbeitet worden – „und der Wind war so stark, dass er uns einige unserer Kunstwerke umgepustet hat", erzählte sie. So fielen einige Neubauten in sich zusammen, weil der noch feuchte Leim dem Wind nicht standhielt.

Nandor Angstenberger besuchten die Schüler, ließen sich von dem in Berlin lebenden Künstler deutsch-ungarischer Abstammung in seine Kunst einführen und bestaunten seine Schau „Pandemonium". In der schichtet er scheinbar wertlose Fundstücke wie Kaffeelöffel, Teile von Einweg-Kugelschreibern, Plaste-Büroklammern, Zahnseidehalter, Strohhalme, Gardinenrollen und mehr zu architekturartigen Gebilden. Seltsame Plaste-Städte aus Zivilisations-Schrott entstehen, die von ästhetisch hohem Reiz sind und beim Näherkommen zugleich abstoßend wirken.

Alltagsgegenstände hatte Lehrerin Riemann denn auch für ihre Schüler mitgebracht: Ein 1000-er Päckchen Wattestäbchen und anderes Billiggut vom Discounter wurde zum eigenen Kunst-Stück transformiert. Mit durchaus überraschenden Ergebnissen: „Zwei Jungs haben hier eine Camping: -Szene gebaut", freute sich Angstenberger beim Anblick eines Werks. „Das hier soll eine Popgruppe samt Zuschauern drumherum darstellen und das hier einen, der sich vom Dach stürzen will – und den eine Hand mit Bonbons auffängt."

Vor allem an Dreieckskonstruktionen, mit denen der Künstler schon Räume füllte, wagten sich die Schüler. Einige der Ideen seien wirklich toll, sagte Angstenberger. „Ein Werk hat mich so inspiriert, dass ich die Grundidee vielleicht übernehme und weiterentwickele." Insgesamt seien die 13- bis 14-Jährigen aber zu ungeduldig gewesen und hätten dem Leim kaum Zeit zum Trocknen gegeben.

Jörg ter Vehn

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